Simulation

Blechstrukturen schnell simulieren

| Redakteur: Monika Zwettler

Simufact Engineering bringt mit Simufact Welding 7 die nächste Version seiner Lösung für die Simulation von Schweißprozessen auf den Markt.
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Simufact Engineering bringt mit Simufact Welding 7 die nächste Version seiner Lösung für die Simulation von Schweißprozessen auf den Markt. (Bild: Simufact)

Simufact Engineering hat Simufact Welding 7 veröffentlicht. Die Lösung für die Simulation von Schweißprozessen verspricht dank funktionalen Neuerungen kürzere Rechenzeiten, genauere Ergebnisse und eine intuitivere Bedienung der Software.

Zu den Neuerungen in Simufact Welding 7 zählen die Solid-Shell-Elementen, vereinfachte Berechnungsmethoden für Widerstandspunktschweißprozesse und die flexiblere Berücksichtigung von Spannkonzepten.

Dünne Bleche mit schnell berechnen

Durch die Verwendung von Solid-Shell-Elementen lassen sich Baugruppen aus dünnen Blechen schneller berechnen, da die benötigte Elementanzahl im Modell deutlich sinkt.

Die Software kann darüber hinaus viele Modelle mit Hexaeder-Elementen in Solid-Shell-Netze umwandeln. Dazu prüft Simufact Welding 7, ob eine eindeutige Ober- und Unterseite vorhanden ist. Sofern von der Konvertierungsfunktion diese Spezifikationen identifiziert werden, kann die bisherige Hexaeder-Vernetzung in die Solid-Shell-Vernetzung umgewandelt werden.

Schnellere und effizientere Berechnung großer Modelle

Mit der parallelisierbaren Segment-to-Segment-Berechnung, die im neuen Solver implementiert ist, lassen sich große Modelle mit vielen Kontaktflächen schneller und effizienter berechnen. Ein weiteres neues Feature stellt die neue Kontaktbeschreibung dar, die sich stabilisierend auf die Simulation auswirkt und diese zusätzlich noch beschleunigt.

Vereinfachte Berechnungsmethoden

Mit der Version 7 führt Simufact die vereinfachte Berechnungsmethode „Thermal Cycle“ für Widerstandspunktschweißprozesse ein. Mit dieser bereits für andere Schweißprozesse verwendeten Methode lassen sich insbesondere komplexe und große Baugruppen in kürzerer Rechenzeit berechnen und schnelle Aussagen zum Beispiel zur Verzugsrichtung treffen.

Ist die Form der Schweißlinse z.B. aus Prozessmodellen oder Messungen bereits bekannt, kann der Anwender die Berechnung zusätzlich vereinfachen, indem er ohne zuvorige rechnerische Ermittlung direkt Temperaturen vordefiniert.

Roboter-Assistent vereinfacht Modellaufbau

Mit wenigen Mausklicks können Anwender in der Version 7 ihrem Modell neue Schweißroboter mit mehreren Schweißpfaden, Wärmequellen und Kehlnähten hinzufügen. Mit solchen Anforderungen sieht sich der Anwender typischerweise bei der Simulation von großen Strukturen oder vielteiligen Baugruppen mit vielen Schweißnähten konfrontiert. Der Roboter-Assistent vereinfacht den Modellaufbau für den Anwender, da dieser alle Schritte in einem Dialog bearbeiteten kann.

Validierung von Simulationsergebnissen

Anwender vergleichen ihr simuliertes Modell mit ihrem Zieldesign oder mit 3D-Messdaten als Referenzmodell. Dabei importieren sie das Referenzmodell aus der Messtechniksoftware in die Benutzeroberfläche von Simufact Welding 7 und können dort das simulierte Werkstück mit dem Zieldesign vergleichen. Wenn die Ingenieure beide Werkstücke übereinanderlegen, können sie die Deformation bestimmen. Diese zeigt die Abweichung zwischen dem simulierten und dem Zieldesign.

Individuelle Positionierung

Mittels der Transformationsmatrix können Ingenieure die Werkstücke schnell und individuell in der Software positionieren und bewegen. Dabei kann der Benutzer das gleiche Werkstück in mehreren Modellen unabhängig voneinander positionieren. Auf diese Weise sparen sie Zeit ein, da händische Korrekturen entfallen.

Zusätzliche Beschichtungsdaten für Widerstandspunktschweißen

Die Werkstoffeigenschaften beeinflussen die Ergebnisqualität von Widerstandspunkt-schweißprozessen durch die Widerstände im Material. Die Datenbank in Simufact Welding 7 enthält nun 16 gängige Beschichtungen, auf deren Basis der Anwender die elektrischen Eigenschaften beschichteter Bleche berücksichtigen und die Ergebnisqualität der Simulation weiter steigern kann. Versuchsaufwände für die Ermittlung der Widerstandsdaten entfallen. (mz)

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