Abacus

Drückmaschine mit 16 Achsen

| Redakteur: Frauke Finus

Der Bediener der Premo 1200 Gemini von Abacus kann die beiden Hauptrevolver unabhängig voneinander steuern.
Der Bediener der Premo 1200 Gemini von Abacus kann die beiden Hauptrevolver unabhängig voneinander steuern. (Bild: Abacus Maschinenbau)

Präzision auch bei komplexen Winkeln und Radien ist der entscheidende Qualitätsfaktor bei der Produktion von Drückteilen, Wie Abacus mitteilt. Der Maschinenbauer hat seine Premo-Drückmaschinen-Reihe jetzt um eine Innovation erweitert: Die Premo 1200 Gemini verfügt über zwei Hauptrevolver, die Ronden bis zu 1200 mm Durchmesser gleichzeitig bearbeiten können, wie der Hersteller mitteilt.

Um die außergewöhnlich hohe Präzision zu gewährleisten, hat Abacus die Entwicklung nach eigenen Angaben so konstruiert, dass sie die Formteile über insgesamt 16 Achsen bearbeiten kann. „Die Hauptrevolver sind unabhängig voneinander frei schwenkbar und lassen sich optimal steuern. So kann der Bediener im fließenden Prozess jede auch noch so geringe Abweichung einfach korrigieren“, erklärt Derk Weber, Geschäftsführer der Abacus Maschinenbau GmbH.

Im Ergebnis lässt sich die vorgegebene Form an jedem Werkstück exakt reproduzierenm, heißt es. Eine wesentliche Grundlage der wegweisenden Premo-Technologie besteht in den Servomotoren. Vergleichsmessungen bei Kunden haben nach Unternehmensangaben ergeben, dass der Einsatz von Servomotoren Energieeinsparungen bis 50 % ermöglicht.

Geschwindigkeit und Qualität verbessert

„Der stufenlose Drückprozess in einem einzigen kontinuierlichen Arbeitsgang ist dank unseres konstruktiven Kunstgriffs auch bei der Kombination verschiedener Radien innerhalb eines Werkstücks möglich. Das spart erheblich Zeit, Kosten und Aufwand, da kein Werkzeugwechsel vorgenommen werden muss“, so der Maschinenbauingenieur weiter. Mindestens ebenso wichtig wie die Geschwindigkeit in der Fertigung sind nach Meinung von Derk Weber einerseits die hohe Qualität der Oberflächen und andererseits das Erzeugen präziser Wandstärken.

Dies stelle insbesondere dann eine Herausforderung dar, wenn mit dem Nachschub an zu bearbeitenden Ronden ein Chargenwechsel beziehungsweise eine leicht veränderte Materialqualität verbunden sei. In solchen Fällen sei häufig ein leichtes Nachjustieren des Drucks an den Rollen nötig, um erneut identische Radien herzustellen. Die einfache Steuerung der Premo 1200 und ihrer beiden Hauptrevolver löse diese Aufgabe nachhaltig.

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