Arnold Umformtechnik

Dünne Bleche günstig und schnell verschrauben

| Redakteur: Peter Königsreuther

Das Fügen dünner Bleche ist in Auto- und Weißwarenindustrie ein alltägliches Geschäft. Damit das noch besser gelingt, hat Arnold Umformtechnik eine patentierte Möglichkeit ersonnen, mit der Bleche auch noch prozesssicher verschraubt werden können, wenn sie nur ein Viertel des Schrauben-Nenndurchmessers stark sind, heißt es - ohne zusätzliche Fügehilfen. Sheetite heißt diese Schraubenalternative.
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Das Fügen dünner Bleche ist in Auto- und Weißwarenindustrie ein alltägliches Geschäft. Damit das noch besser gelingt, hat Arnold Umformtechnik eine patentierte Möglichkeit ersonnen, mit der Bleche auch noch prozesssicher verschraubt werden können, wenn sie nur ein Viertel des Schrauben-Nenndurchmessers stark sind, heißt es - ohne zusätzliche Fügehilfen. Sheetite heißt diese Schraubenalternative. (Bild: Arnold Umfortechnik)

Wenn dünne Blechkomponenten miteinander verschraubt werden sollten, mussten bisher mit Zusatzelementen unterstützt werden. Eine neue gewindeformende Schraube namens Sheetite schafft das jetzt ganz ohne Helferlein.

Das Fügen dünner Bleche spielt in vielen Branchen eine wichtige Rolle – sei es in der Automobil- und Zulieferindustrie oder bei den Herstellern Weißer Ware, zum Beispiel Waschmaschinen, wie Arnold Umfortechnik erklärt. Um dünne Materialien, deren Stärke 0,25 mal dem Nenndurchmesser oder weniger beträgt, sicher zu verschrauben, seien bis dato zusätzliche Fügeelemente und Prozessschritte nötig gewesen. Damit macht die neue patentierte Sheetite nun Schluss, heißt es weiter. Sie lasse sich auch problemlos in bestehende Produktionslinien integrieren und reduziere als flexibel einsetzbares Verbindungselement Zeit und Kosten bei der Dünnblechmontage.

Schrauben mit Verdrängungseffekt

Die neue Dünnblechschraube gehört laut Arnold zu den gewindeformenden Schrauben und dient zum Fügen vorgelochter Bleche. Die Funktionsweise sehe folgendermaßen aus: Während des Einschraubvorgangs verdränge die Sheetite mit ihrem gewindeformenden Bereich spanlos Material des Einschraubteils und formt sich selbstständig ein Mutterngewinde. Je nach Art der Vorlochung verdrängt sie nach Aussage des Herstellers dabei das Material in Fügerichtung, wodurch sich die Einschraubtiefe im Vergleich zur ursprünglichen Blechstärke vergrößert. Gleichzeitig nehme die Anzahl der tragenden Gewindegänge im geformten Gewindedurchzug zu. Jan Büchle, bei Arnold Umformtechnik in der Abteilung für Forschung und Entwicklung tätig, beziffert das Mehr an Einschraubtiefe abhängig von der Blechstärke im Idealfall mit 60 %.

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