Maibaum / Mecadat

Einfach Drahterodieren dank Programmiersoftware

| Autor / Redakteur: Theo Drechsel / Frauke Finus

Bei Maibum werden die NC-Programme zum Drahterodieren fast ausschließlich von den 3D-CAD-Modellen abgeleitet, die Kunden anliefern. Dies war einer der Hauptgründe, warum man sich bei Maibaum vor rund drei Jahren entschieden hat, auf das Drahterodiermodul Visi Peps-Wire in Verbindung mit dem 3D-CAD-Modul Visi Modelling zu wechseln.
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Bei Maibum werden die NC-Programme zum Drahterodieren fast ausschließlich von den 3D-CAD-Modellen abgeleitet, die Kunden anliefern. Dies war einer der Hauptgründe, warum man sich bei Maibaum vor rund drei Jahren entschieden hat, auf das Drahterodiermodul Visi Peps-Wire in Verbindung mit dem 3D-CAD-Modul Visi Modelling zu wechseln. (Bild: Mecadat)

Die Anzahl der Hersteller von Programmiersoftware zum Drahterodieren lässt sich an einer Hand abzählen. Und doch gibt es Unterschiede, vor allem was den Systemgedanken, den Funktionsumfang, den Bedienkomfort und die Preisgestaltung betrifft. Bei Alois Maibaum Metallbearbeitung hat man deshalb auf Visi Peps-Wire umgestellt.

Als Erodiermeister Manfred Menke vor 30 Jahren die Menke Funkenerosionstechnik (heute Alois Maibaum Metallbearbeitung) in Kirchlengern gründete, wurden die Schneidgeometrien noch ausschließlich an der Maschine nach Zeichnung programmiert. „Das hat sich im Laufe der Jahre immer mehr verändert. Heute leiten wir die NC-Programme zum Drahterodieren fast ausschließlich von den 3D-CAD-Modellen ab, die unsere Kunden anliefern.“ Dies war auch einer der Hauptgründe, warum man sich bei Maibaum vor rund drei Jahren entschieden hat, auf das Drahterodiermodul Visi Peps-Wire in Verbindung mit dem 3D-CAD-Modul Visi Modelling zu wechseln. Im Vordergrund standen dabei die Funktionen von Visi, gekoppelt mit dem hohen Nutzwert. Besonders gut hat den Spezialisten gefallen, dass Visi als modulares Komplettsystem vom CAD über das Fräsen bis hin zum Drahterodieren über die gleiche selbsterklärende Bedienphilosophie verfügt. Und auch, dass durchgängig vom CAD bis zur NC-Programmierung mit demselben 3D-Datenmodell – auf Basis von Parasolid – gearbeitet wird.

Pluspunkte sammelte Visi zudem für die hohe Schnittstellenanzahl, angefangen bei STEP, IGES, VDA-FS über DWG, DXF, STL bis hin zu Solidworks, Solid Edge und Inventor können viele CAD-Formate importiert werden, ohne dass zusätzliche Schnittstellen angeschafft werden müssen. Visi kann aber auch sehr gut mit Fremddaten umgehen, die Qualität der importierten Modelle ist meist so gut, dass mit Visi Modelling nur noch sehr selten repariert werden muss. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Zeit aus, die für die Arbeitsvorbereitung benötigt wird. Zur Zeitersparnis beim Programmieren trägt natürlich auch die extra für das Drahterodieren entwickelte Featureerkennung bei. Denn Peps-Wire erkennt selbstständig Regelgeometrien wie Bohrungen, Taschen oder verschiedene Arten von Koniken mit fixem oder variablem Bund und generiert hierfür automatisch den NC-Code. Die Software weiß zum Beispiel auch, ob es sich um eine Geometrie handelt, die 4-achsig bearbeitet werden kann. Und wer will oder muss, kann Features bei Bedarf sehr einfach manuell aufbereiten, modifizieren oder definieren, was zudem den Umgang mit 2D-Geometrien erleichtert.

Bei der Programmierung kein Festlegen auf die Maschine nötig

Bei der Festlegung der Bearbeitungsstrategie sind die vorgegebenen Bearbeitungsmethoden hilfreich, die in Peps-Wire hinterlegt sind – beispielsweise die festgelegte Reihenfolge für Schrupp-, Schlicht- und Trennschritte oder die speziellen Funktionen für die Stempel- und Plattenbearbeitung. Und es geht beispielsweise auch darum, ob vielleicht zuerst nur geschruppt, geschruppt und im Spalt geschlichtet oder vielleicht nur tagsüber mit anschließendem Stopp geschruppt werden soll.

Manche Aufträge können nur auf bestimmten Maschinen bearbeitet werden, weshalb in Kirchlengern unterschiedliche Maschinentypen diverser Hersteller im Einsatz sind. Neben Mitsubishi heißen die Hersteller Accutex, Agie Charmilles sowie Sodick. An diesem Punkt kommt ein äußerst wichtiger Aspekt ins Spiel, der ebenfalls für Visi spricht: Man muss sich nicht mehr schon bei Beginn der Programmierung auf die jeweilige Maschine festlegen. So können im Vorfeld einfach die Programme erstellt und später dann entschieden werden, auf welcher Anlage gearbeitet wird. Das stellt einen Riesenvorteil dar, wenn zum Beispiel eine Maschine wegen eines Eilauftrags anderweitig belegt worden ist. „Früher dagegen mussten wir für so einen Wechselvorgang immer wieder aus dem Programm rausgehen, denn das aktuelle Projekt war nicht mal so eben auf eine andere Maschine zu packen“, erklärt Menke. „Bei Visi bedeutet das lediglich rechte Maustaste, Maschine wechseln, fertig – das sind nur zwei Sekunden“.

Postprozessoren gleich kostenfrei mitgeliefert

Jede der sieben verschiedenen Drahterodiermaschinen benötigt natürlich einen speziell hierfür geschriebenen Postprozessor. Während bei Menkes früherem System jeder Postprozessor richtig Geld kostete, werden bei Peps-Wire die Postprozessoren für fast alle gängigen Drahterodiermaschinen gleich ohne Aufpreis mitgeliefert. „Das war für uns ebenfalls ein ganz starkes Argument. Von der Entscheidung, beim Drahterodieren auf Peps-Wire zu wechseln, sind wir heute mehr denn je überzeugt“, zieht Menke ein positives Fazit. „Ich habe bei der Maschinenauswahl die volle Flexibilität, gute Importfunktionen und ich kann schnell mal im 2D-Modus arbeiten, wenn die Featureerkennung nicht anwendbar ist. Und das alles noch zu einem fast unverschämt günstigen Preis.“

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