Korrosionstest

Farbschnelltest prüft zerstörungsfrei

| Redakteur: Rebecca Vogt

Das Korro-Pad beim Applizieren auf einem Edelstahlring.
Das Korro-Pad beim Applizieren auf einem Edelstahlring. (Bild: BAM)

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat einen Schnelltest entwickelt, um Oberflächen auf Korrosion zu prüfen. Auch Nichtfachleute sollen den Test durchführen können.

Nichtrostender Stahl ist von einer schützenden Chromoxidschicht, auch Passivschicht genannt, umgeben. Durch Fehler in der Verarbeitung kann es vorkommen, dass sich die Schutzschicht nicht überall auf der Oberfläche ausbildet. So kann es zu lokaler Rostbildung kommen. Mit dem von der BAM entwickelten Farbschnelltest soll man die Oberfläche nichtrostender Stähle schnell und preiswert überprüfen können – auch Nichtfachleute seien nun dazu in der Lage.

Farbe macht Eisenionen sichtbar

Bislang übliche Methoden, wie beispielsweise der Salzsprühnebeltest, seien zeit- und kostenintensiv und zerstörten die Oberfläche des Stahls. Mit dem Korrosionsschnelltest Korro-Pad könne man Stähle hingegen schnell und zerstörungsfrei testen. Freigesetzte Eisenionen werden durch einen Farbindikator direkt sichtbar gemacht.

Blaue Punkte auf dem Korro-Pad signalisieren eine Korrosionsanfälligkeit des Stahls.
Blaue Punkte auf dem Korro-Pad signalisieren eine Korrosionsanfälligkeit des Stahls. (Bild: BAM)

Pro Prüfung benötigt man drei Pads, die etwa so groß sind wie eine Fünf-Cent-Münze. Die gelartigen Pads werden auf die vorher gereinigte Oberfläche gedrückt und nach 15 Minuten mit einem Spatel abgelöst. Ist die Passivschicht fehlerhaft, reagiert der Indikator während des Tests mit den Eisenionen im Werkstoff und auf den leicht gelblichen Pads erscheinen blaue Punkte. Jeder Punkt zeigt Stellen an, an denen sich die schützende Passivschicht auf der Stahloberfläche nicht ausbilden konnte.

Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig

Korro-Pad sei simpel in der Anwendung und eine Einschätzung des Passivschichtzustands somit ohne Vorkenntnisse möglich, teilt die BAM mit. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Wareneingangs- und Warenausgangskontrolle bis zur Prozessüberwachung und -optimierung oder Prüfung der Schweißnahtnachbearbeitung.

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