Metallform Bamberg / Meusburger

Guter Werkzeugbau macht den Unterschied – Normteile helfen dabei

| Autor: Frauke Finus

Bei diesem Werkzeug sieht man an den Platten die für Meusburger typische standardmäßige Ausrichtkante. Sie hilft dem Werkzeugbauer dabei, nicht bei jedem Fräsansatz erneut einen Nullpunkt suchen zu müssen.
Bei diesem Werkzeug sieht man an den Platten die für Meusburger typische standardmäßige Ausrichtkante. Sie hilft dem Werkzeugbauer dabei, nicht bei jedem Fräsansatz erneut einen Nullpunkt suchen zu müssen. (Bild: Finus)

Ein Lohnfertiger aus Franken kann auf seinen Stanzlinien Teile produzieren, die manch ein anderer nur im kostspieligen Feinschnittverfahren fertigen kann. Das große Know-how in der eigenen Werkzeugkonstruktion und im eigenen Werkzeugbau macht das möglich. Der Mittelständler nutzt für seine Werkzeuge Normalien von Meusburger.

Wer Bamberg hört, denkt an Dom, Bier, Basketball und in Sachen Industrie an Brose und Bosch. Doch in Bamberg sitzen nicht nur „die Großen“, sondern auch zahlreiche kleinere und mittelständische Unternehmen, die viel Know-how im Haus haben. So auch die Metallform Bamberg GmbH, die seit über 30 Jahren auf die Fertigung von Stanz- und Stanzbiegeteilen vom Coil, Werkzeugen sowie geschweißten und montierten Baugruppen spezialisiert ist. Seit 2014 ist das Unternehmen mit rund 50 Mitarbeitern von Jens Kache inhabergeführt. Der Auftragsfertiger, der unter anderem die Branchen Automotive, Medtech und Telekommunikation beliefert, setzt auf seinen drei Stanzlinien vorwiegend Folgeverbundtechnologie ein.

„Wir sind in der Lage, gewisse Bauteile mit der gleichen Qualität als Stanzteile zu fertigen, die manch anderer nur im Feinschnitt hinbekommt“, sagt Ludwig Müller, technischer Leiter bei Metallform und Konstrukteur Alexander Degle ergänzt:„Damit können wir unseren Kunden bares Geld sparen. Im Feinschnitt wären die Teile wesentlich teurer.“ Das Know-how, dass dies möglich macht, liegt im hauseigenen Werkzeugbau, auf den man bei Metallform entsprechend stolz ist, wie im Gespräch mit blechnet deutlich wird. Beispielsweise stanzt Metallform einen Flanch für eine medienführende Leitung im Motorraum – ein Teil, dass für den Feinschnitt prädestiniert wäre.

Spannungsarm geglüht für eine verzugsarme Weiterverarbeitung

Die Bamberger verfügen im Werkzeugbau über mehrere Fräszentren und nutzen seit einiger Zeit die standardisierten Normalien von Meusburger. „Für ein befreundetes Unternehmen aus der Umgebung fräsen wir ab und an Werkzeugplatten, worüber ein erster Berührungspunkt mit Meusburger entstand, die wir bis dato nur vom Spritzguss her kannten. Nach mehreren Messekontakten und Gesprächen entschieden wir uns dazu, selbst Normalien von Meusburger auszuprobieren“, erklärt Müller und Degle ergänzt:„Der Katalog im Baukastensystem hat mich überzeugt. Ich kann alles aus einer Hand bestellen, es stimmen Qualität und Preis und durch die klug konstruierten Normalien von Meusburger spare ich Zeit. So ist beispielsweise das SV-Standardgestell bereits mit Bohrlöchern versehen.“ Auf großen Anklang stößt in Bamberg auch die standardmäßige Ausrichtkante an den Platten und die integrierte Verdrehsicherung. „Dank der Ausrichtkante muss der Fräser sich nicht jedes Mal einen Nullpunkt suchen und die Verdrehsicherung schützt uns vor einem eventuellen kostspieligen Schaden, denn das Werkzeug kann nicht mehr aus Versehen um 180° verdreht aufeinander gefahren werden“, unterstreicht Müller die Vorteile. „Außerdem werden unsere Normalien standardmäßig spannungsarm geglüht, wodurch eine verzugsarme und gute mechanische Weiterverarbeitung möglich wird“, ergänzt an dieser Stelle Sebastian König, Leiter der Verkaufsregion Deutschland-Mitte bei Meusburger.

Die Normteile werden einfach im Online-Katalog zusammengeklickt und dort sowohl als Stückliste als auch als fertiges Bauteil abgebildet. „Die Assistenzfunktion reduziert die Gefahr von Fehlbestellungen, beispielsweise kann ich bereits die ersten Teile bestellen, bevor die Konstruktion des Werkzeugs abgeschlossen ist, ohne dabei den Überblick zu verlieren. Aber das Beste ist, dass eine Überspielung in unser CAD-Programm Visi von Mecadat ganz einfach und sauber möglich ist – und zwar das fertige Bauteil, da liegt dann nicht etwa irgendwas lose im CAD rum“, ist Degle begeistert.

Im Jahr 2016 hat Metallform rund 50 neue Werkzeuge gebaut, die in diesem und im nächsten Jahr in Serie anlaufen werden. Damit einher ist auch die Anschaffung einer vierten Stanzlinie geplant. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung Normalien von Meusburger einzusetzen“, fasst Müller zusammen.

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