CAD/CAM

Schneidmesserkonstruktion per Software liefert bessere Werkzeuge

 

25.09.2008 | Autor: Giuseppe Ciafardini

 

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Fiel früher ein Mitarbeiter beim Engineering-Dienstleister Bm-Form-Tec aus, stoppte die Schneidmesserkonstruktion. Heute kann jeder der 35 Konstrukteure diese Aufgabe übernehmen. Das Ergebnis liegt nicht nur schneller vor, auch die Qualität der Werkzeuge ließ sich mit der Catia-Zusatzsoftware Trim Steel Expert steigern.


Für das Erstellen von Schneidmessern, wie hier für den Seitenwandrahmen eines Autos, benötigt Bm-Form-Tec mit der Software Trim Steel Expert heute bis zu 35% weniger Zeit. Bilder: Cenit
Für das Erstellen von Schneidmessern, wie hier für den Seitenwandrahmen eines Autos, benötigt Bm-Form-Tec mit der Software Trim Steel Expert heute bis zu 35% weniger Zeit. Bilder: Cenit
Bis zu 35% weniger Zeit benötigt die Bm-Form-Tec GmbH aus Weingarten heute für das Erstellen von Schneidmessern für Blech- und Kunststoff-Umformwerkzeuge, verglichen mit der manuellen Konstruktion. Und das ist wichtig für den Engineering-Dienstleister für Methodenplanung, Werkzeugkonstruktion und Modellbau, denn er ist dem gleichen starken Innovations- und Zeitdruck ausgesetzt wie seine Auftraggeber. Noch höher ist der Zeitgewinn, wenn ein einfaches Update und die Neuberechnung der Messergeometrie genügen. Möglich macht das die vollständig in die 3D-CAD/CAM/CAE-Lösung Catia V5 integrierte Software Trim Steel Expert der Stuttgarter Cenit AG. Gleichzeitig konnte der Ingenieur-Dienstleister aber auch die Qualität steigern.

„Wir waren schon lange auf der Suche nach einem Programm, mit dem wir die sehr zeitaufwändige und schlecht planbare Messerkonstruktion optimieren konnten“, erläutert Thorsten Kownatzki, Projektleiter CAD Master bei Bm-Form-Tec. Schon seit Jahren arbeiten die Konstrukteure dort mit 2D- und 3D-Programmen.

Da es aber kein Tool zur automatisierten Konstruktion komplexer Messergeometrien gab, mussten die Schneidwerkzeuge sehr zeit- und arbeitsintensiv unter Beteiligung mehrerer Kollegen hergestellt werden. Denn bei Bm-Form-Tec hatten nur die Methodenplaner die für die Messererstellung notwendigen High-end-Flächenkenntnisse; die Werkzeugkonstrukteure waren nur für die Solid-Konstruktion des Messerhalses und -fußes verantwortlich. Gerade in Urlaubszeiten oder bei krankheitsbedingten Ausfällen konnte es so schnell zu Engpässen kommen. Fehlte ein Mitarbeiter, stoppte der gesamte Prozess.

Messerentwürfe innerhalb weniger Stunden in der Werkstatt umsetzbar

Beim Karosserie- und Werkzeugbau-Forum des Stuttgarter Systemhauses Cenit stieß Kownatzki dann auf das neue Messertool Trim Steel Expert. „Während der Präsentation war mir schnell klar, dass dieses Programm genau unseren Anforderungen entsprach und die dringend erforderliche Zeitersparnis im Konstruktionsprozess bringen konnte“, so der CAD-Experte weiter. Dank der einfachen Bedienbarkeit von Trim Steel Expert könnten heute alle Mitarbeiter – vom Konstrukteur bis hin zur technischen Zeichnerin – nach kurzer Einarbeitung innerhalb weniger Stunden ein Messer am Bildschirm erzeugen.

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Neben dem deutlich reduzierten Zeitbedarf gelang es dem schwäbischen Ingenieur-Dienstleister aber parallel, auch die Qualität zu steigern – in Zeiten des stetig wachsenden Wettbewerbsdrucks ein wichtiger Faktor. „Unsere Messerentwürfe können nun innerhalb weniger Stunden und ohne weitere Anpassungen in der Werkstatt umgesetzt werden“, betont Thorsten Kownatzki. Vor dem Einsatz von Trim Steel Expert hätten die Werkzeugbauer oftmals kleinere Änderungen zeitaufwändig und nach Rücksprache mit dem Konstrukteur vornehmen müssen. Dies ist ein positiver Nebeneffekt des Softwareeinsatzes: Das wiederholte Nachfragen des Modellbauers beim Konstrukteur entfiel und vereinfachte so die Kommunikation zwischen Konstruktion und Modellbau.

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Redakteur/Autor: Dietmar Kuhn
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