Lackierrobotersystem

Kuka und Dürr machen aus 95 % Standard 100 % Innovation

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Stefan Lampa, CEO Kuka und Dr. Hans Schumacher, CEO Dürr Systems, bei der ersten Vorstellung des gemeinsamen ready2spray-Roboters.
Stefan Lampa, CEO Kuka und Dr. Hans Schumacher, CEO Dürr Systems, bei der ersten Vorstellung des gemeinsamen ready2spray-Roboters. (Bild: Dürr Systems)

Kuka und Dürr, beide Experten in den Bereichen Produktions- und Automatisierungstechnik, haben ein gemeinsames Robotersystem vorgestellt. Der Roboter in Kombination mit den Lackapplikationen sei in dieser Form einzigartig.

Es ist ein Meilenstein für die Kuka Roboter GmbH, die nun durch die gelungene Zusammenarbeit mit der Dürr Systems AG, ebenfalls ein führender Hersteller in den Bereichen Produktions- und Automatisierungstechnik, ihr Produktportfolio um einen Lackierroboter erweitert. „Ich freue mich sehr darüber, Ihnen heute das neue Produkt im Kuka-Portfolio vorstellen zu dürfen“, beginnt Stefan Lampa, CEO Kuka Roboter, am 8. Mai seine Präsentation in der Dürr-Unternehmenszentrale. Der Roboter stammt dabei von Kuka und ist im Grunde genommen kein Neuprodukt. In Kombination mit der Applikationstechnik für den Lackauftrag, die Dürr beisteuert, entsteht allerdings ein völlig neues und bislang einzigartiges Robotersystem.

„Auch in der allgemeinen Industrie wächst der Bedarf, Produkte vollautomatisch und in höchster Qualität zu lackieren. Das neue Lackierrobotersystem ergänzt perfekt das Dürr-Produktportfolio um einen kompakten Lackierroboter für Kunden in der allgemeinen Industrie. In diesem Marktsegment stellt die Lösung ein absolutes Novum dar“, sagt Dr. Hans Schumacher, Vorstandssprecher der Dürr Systems AG. „Das Alleinstellungsmerkmal sind die perfekt aufeinander abgestimmten und erprobten Komponenten, die in einer automatisierten Lackierlösung integriert und zusammengeführt wurden“, präzisiert Lampa.

Das System besteht aus einem sechsachsigen Kleinroboter, der mit modernster Lack-Applikationstechnik ausgestattet ist. Die Lackierapplikationstechnik steht in verschiedenen Ausstattungsvarianten bereit und wird individuell für den Kunden konfiguriert. Dass das neue Produkt in eine Lücke stößt, belegen bereits vor offizieller Markteinführung am 11. Mai fünf verkaufte Lackierroboter und diverse Anfragen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Der Lackierroboter ready2spray wird demnächst ab 80.000 Euro erhältlich sein – je nach Ausstattung bis 140.000 Euro.

Kuka und Dürr bündeln jetzt ihr Know-how, um innovative Lösungen in der automatisierten Lackapplikation zu entwickeln.
Kuka und Dürr bündeln jetzt ihr Know-how, um innovative Lösungen in der automatisierten Lackapplikation zu entwickeln. (Bild: Dürr Systems)

Mit dem ready2spray-Roboter lassen sich lösemittel- und wasserbasierte Ein- und Zweikomponenten-Lacke auftragen. Er kann dazu mit abgestimmten Dosierpumpen, Farbdruckreglern und Farbwechslern ausgestattet werden. Je nach Anforderung wird er mit automatischen Lackierpistolen (luftzerstäubend oder airless) der Eco-Gun-Familie oder mit elektrostatischen Hochrotationszerstäubern der Eco-Bell-Familie von Dürr bestückt.

Dürr ist mit seinen Lackier- und Sealingrobotern sowie der Applikationstechnik weltweit führend in der Automobillackierung und Karosserieabdichtung. Wie im Automobilsektor deckt Dürr auch in der Industrie die ganze Bandbreite des Lackauftrags ab. Die Kunden erhalten alle Komponenten aus einer Hand. Dazu zählen die vier Produktkategorien Pumpen- und Fluid-Handling-Equipment, Konventionelle Applikationstechnik (Spritzpistolen), 2K-Anlagen sowie Lösungen für die elektrostatische Applikation.

Zum Ausbau seines Angebots für die allgemeine Industrie hat Dürr im Juni 2014 mit EST+ aus Tschechien und der deutschen Firma Bertsch & Fratscher zwei Experten für die Applikation mit Lackierpistolen akquiriert. Damit bietet Dürr für jeden Anwendungsbereich die geeigneten Applikationsgeräte. Auch die Hochrotationszerstäuber Eco Bell sind durch ihren variablen Sprühstrahl ideal für die Industrie geeignet.

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