Vitronic

Qualitätsprüfung von Schweißnähten

| Redakteur: Frauke Finus

Auf dem DVS Robot Welding Contest im Rahmen der Schweißen & Schneiden ist das Viro WSI System als objektives Prüfverfahren zur Auswertung der Schweißergebnisse zu sehen (Halle 13).
Auf dem DVS Robot Welding Contest im Rahmen der Schweißen & Schneiden ist das Viro WSI System als objektives Prüfverfahren zur Auswertung der Schweißergebnisse zu sehen (Halle 13). (Bild: Vitronic)

Auf der diesjährigen Schweißen & Schneiden, einmalig in Düsseldorf zu Gast, zeigt Vitronic Produkte für die Qualitätsprüfung von Schweißnähten. Das optische Schweissnahtprüfsystem Viro WSI wird dabei im Mittelpunkt stehen.

Neu entwickelte Software-Algorithmen stellen die Datenbasis für eine automatische Nachbearbeitung von fehlerhaften Teilen bereit. Viro WSI liefert somit eine entscheidende Grundlage für eine geschlossene Automatisierung, wie der Hersteller mitteilt.

Das auf Lasertriangulation basierende Prüfsystem lässt sich flexibel in bestehende Produktionslinien integrieren und detektiert selbst kleinste Abweichungen an Löt- und Schweißnähten, heißt es weiter. Geprüft werden können unter anderem Achsbauteile, Karossen, Räder, Sitze, Abgasanlagen und Batteriemodule. Die Prüflösung arbeite präzise, konstant und reproduzierbar, unabhängig von Umgebungseinflüssen. Die direkte Prüfung in der Linie ermöglicht neben der Fehlererkennung schnelle Anpassungen im vorgelagerten Schweißprozess und reduziert somit die Fehlerentstehung, heißt es weiter.

Interaktive Visualisierungsterminals für Nacharbeit

Das Viro WSI System bietet optional Visualisierungsstationen für manuelle Nacharbeitsplätze. Hier werden die Prüfergebnisse der einzelnen Nähte am Bauteil für den Werker dargestellt. Zudem kann der Werker ausgeführte Nacharbeiten in das System eingeben und zusammen mit den Prüfergebnissen dokumentieren.

Typischerweise werden nach Unternehmensangaben mehrere Viro WSI Systeme entlang der Fertigungsstufen in einer Linie eingesetzt. Bereits inspizierte Unterbaugruppen werden weiterverarbeitet und die neuen Nähte der Oberbaugruppe geprüft. Als sehr zweckmäßig erweist sich hierbei die Option alle Inspektionsergebnisse an dem zusammengefügten Bauteil zu visualisieren, heißt es.

Neben Visualisierungsstationen für eine manuelle Nacharbeit, kann das Viro WSI System auch die Daten für eine automatische Nacharbeit bereitstellen.

Weiterentwicklung macht Automatisierung möglich

Für eine durchgängige Automatisierung, die nicht durch notwendige manuelle Bearbeitung unterbrochen wird, bietet Vitronic für das System optional einen neu entwickelten Klassifikator. Dieser teilt nach Unternehmensangaben detektierte Unregelmäßigkeiten beziehungsweise Fehler bezüglich der Möglichkeiten zur automatischen Nachschweißung ein. Die Daten zur richtigen Nacharbeitsparametrierung werden dann an den Schweißroboter weitergegeben. So erfolge eine automatische Nacharbeit direkt in der Prüf- und Nacharbeitszelle. Die automatische Nacharbeit werde im Regelfall erneut durch Viro WSI geprüft.

Auf dem DVS Robot Welding Contest im Rahmen der Schweißen & Schneiden ist das Viro WSI System als objektives Prüfverfahren zur Auswertung der Schweißergebnisse zu sehen.

Vitronic auf der Schweißen & Schneiden 2017: Halle 13, Stand D15

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