Internet der Dinge

Softwaresystem vernetzt Geräte und Maschinen

| Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Reinhold Schäfer

Die beiden Doktoranden Johannes Kölsch (l.) und Christopher Heinz entwickeln ein nutzerfreundliches Softwaresystem, das Geräte unterschiedlicher Hersteller verbindet.
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Die beiden Doktoranden Johannes Kölsch (l.) und Christopher Heinz entwickeln ein nutzerfreundliches Softwaresystem, das Geräte unterschiedlicher Hersteller verbindet. (Bild: Thomas Koziel)

Forscher der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern entwickeln ein Softwaresystem, das Geräte unterschiedlicher Hersteller verbindet, wenn der Nutzer es will. Das System eignet sich für Unternehmen, private Haushalte, aber auch für Verkehrssysteme und Gebäudetechnik.

Das Internet der Dinge, auch „Internet of Things“ (IoT), hat längst Einzug in unseren Alltag gehalten. Bereits heute lässt sich per Smartphone aus der Ferne die Heizung oder das Licht bequem einschalten. Beim Bau eines Autos tauschen Maschinen einer Produktionsanlage Daten aus. „Immer mehr Geräte besitzen einen eigenen Netzanschluss und eine IP-Adresse“, sagt Christopher Heinz, Doktorand bei Prof. Dr. Christoph Grimm, der an der TU Kaiserslautern den Lehrstuhl für die Entwicklung cyber-physikalischer Systeme innehat. Die Abkürzung „IP“ steht für Internet Protocol und stellt eine eigene Web-Adresse dar.

Staubsauger und Kühlschrank werden vernetzt

In naher Zukunft könnten sich so in vielen Haushalten zum Beispiel der Staubsauger mit der Kaffeemaschine und dem Kühlschrank vernetzen und Daten austauschen. „Bislang müssen die Geräte dazu von ein und demselben Hersteller stammen“, fährt Johannes Kölsch fort, ebenfalls Doktorand am Lehrstuhl. „In der Regel bieten Unternehmen dafür eigene Web-Lösungen an.“

Die beiden Informatiker arbeiten an einem Softwaresystem, das Geräte und Maschinen verschiedener Produzenten vernetzen soll. „Unsere Technik ähnelt im Prinzip einem Adapter, mit dem man Stecker im Ausland an die andersförmigen Steckdosen anschließen kann“, nennt Kölsch einen Vergleich. Diese Interoperabilität soll es ermöglichen, dass technische Systeme unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren und beispielsweise verschiedene Signale erkennen können. Unternehmen könnten damit verschiedene Maschinen in ihren Produktionsanlagen verbinden.

Projekt Vicinity

Die Arbeiten für das Softwaresystem finden im Rahmen des Projektes „Vicinity“ statt, das von der Europäischen Union mit 7,5 Mio. Euro gefördert wird. Insgesamt sind 16 Partner aus Europa an dem Vorhaben beteiligt.

Auf der Hannover Messe 2017 am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 2, Stand B40) stellen die Forscher das Projekt vor.

* Weitere Informationen: Christopher Heinz, Entwicklung Cyber-Physikalische Systeme an der Universität Kaiserslautern in 67663 Kaiserslautern, Tel. (06 31) 2 05- 56 30, heinz@cs.uni-kl.de

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