Lagersysteme

Roboter fürs Lager

19.08.2008 | Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Reinhold Schäfer

Gambro, ein in der Medizintechnik weltweit operierendes Unternehmen, nutzt Roboter für das Befüllen von und das Entnehmen aus seinen Lagern.Bild: Kardex

Geht es um immer wieder gleiche Handgriffe beim Ein- oder Auslagern von Teilen und Waren, lassen sich dafür Roboter einsetzen. Geht es jedoch um eine hohe Flexibilität, kommen diese Systeme mit der heute zur Verfügung stehenden Bildverarbeitungstechnik an ihre Grenzen.

Um den Automatisierungsgrad von Fertigungsprozessen sowie die Auslastung von Blechbearbeitungsmaschinen zu maximieren, kommen immer häufiger Roboter zum Einsatz. So waren nach Schätzungen des IFR Statistical Department bis Ende 2006 in europäischen Unternehmen allein im Bereich Metallprodukte bereits mehr als 4000 Roboter integriert – Tendenz steigend.

Allerdings führen etwa 80% der heute überwiegend in der Automobilindustrie eingesetzten Systeme nur eine einzige Aufgabe und damit einen einzigen, definierten Bewegungsablauf aus.

Mittlerweile können Roboter jedoch durch Weiterentwicklung in der Bildverarbeitungstechnik auch in automatisierten Lager- und Komissionieranlagen eingesetzt werden.

„Als Hersteller von Regaltechnik für automatisierte Lager- und Kommissionieranlagen können wir nur festhalten, dass dieses Marktsegment in den letzten Jahren aus unserer Sicht hohe Steigerungsraten zu verzeichnen hat“, erklärt Michael Fritz, Leiter für den Produktbereich „Automatisierte Läger“ bei der Bito Lagertechnik Bittmann GmbH, Meisenheim.

Roboter werden vermehrt für Palettieraufgaben eingesetzt

Etwas vorsichtiger drückt sich Thomas Wicht, Bereichsleiter der Salt Solutions GmbH, Würzburg, aus: „In eingeschränkten Maße muss man sagen, dass Roboter im Rahmen von Palettieraufgaben vermehrt eingesetzt werden, weil die dazu notwendige Bildverarbeitungstechnik weiterentwickelt wurde und die verbesserte Bildauflösung und Rechenleistung es nunmehr zulässt, dass der Roboter die Paletten sauber bestücken kann, was in der Vergangenheit nicht immer möglich war.“

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