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Be- und Entladen

Mit Spindelgreifern Werkzeugmaschinen einfach und günstig automatisieren

 

12.06.2009 | Autor: Michael Kraft

 

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Das Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen soll zunehmend automatisiert werden. Bei geringen Stückzahlen kann dies mit einem Spindelgreifer wirtschaftlich erfolgen. Er wird über die Standardschnittstelle mit der Maschinenspindel verbunden und wechselt mit Hilfe der Achsbewegungen die Werkstücke automatisch.


Bild 1: Wie ein Werkzeug wird der Spindelgreifer automatisch über die Achsen der Maschine verfahren. Aus dem Rohteilmagazin setzt der Greifer das Werkstück in das 3-Backen-Futter.
Bild 1: Wie ein Werkzeug wird der Spindelgreifer automatisch über die Achsen der Maschine verfahren. Aus dem Rohteilmagazin setzt der Greifer das Werkstück in das 3-Backen-Futter.
Während Werkzeugmaschinen in der Großserienfertigung zunehmend automatisch be- und entladen werden, scheuen Betriebe bei der Fertigung von Kleinserien und Einzelstücken häufig den Aufwand und die Kosten für eine Automatisierung. Gerade für diese Unternehmen kann der Spindelgreifer von Schunk zusammen mit Spannsystemen eine clevere und wirtschaftliche Alternative sein.

Werkzeugmaschine erledigt Werkstückwechsel selbst

Den Werkstückwechsel übernimmt die Maschine dabei selbst. Das spart aufwändige und teure Handhabungslösungen, reduziert den personellen Aufwand und sorgt zugleich für kurze Rüstzeiten.

Der Trend zur Automatisierung von Werkzeugmaschinen ist unverkennbar. Bei großen Serien rechnen sich Portale, Roboter und Horizontalförderanlagen für den Werkstückwechsel. Bei geringen Stückzahlen sind solche Lösungen jedoch oft unverhältnismäßig teuer.

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Bild 2: Der Greifer mit Spindelschnittstelle ermöglicht eine kostengünstige Automatisierung von Bearbeitungszentren.Bild 3: Zwei Werkstückträgerpaletten werden als Magazine im Maschinenraum platziert.Bild 4: Dank Nullpunktspannsystem geht der Palettenwechsel einfach und schnell. Bilder: Schunk

Bisher blieb in diesen Fällen nur der umständliche und teure Werkstückwechsel von Hand. Genau dafür hat der Spann- und Greiftechnikspezialist Schunk ein Konzept standardisiert, bei dem das Werkstückhandling der Werkzeugmaschine selbst überlassen wird.

Bei dieser Lightversion der Automatisierung wird ein Greifer über die Standardschnittstelle mit der Maschinenspindel verbunden. Mit Hilfe der Achsbewegungen wechselt dieser Greifer die Werkstücke automatisch.

Fertigungszentrum bewegt den Greifer wie ein Werkzeug

Ein Anwendungsbeispiel verdeutlicht den Prozess: Auf einem Chiron-Fertigungszentrum FZ15-S mit automatischem Werkzeugwechsel werden in Trockenbearbeitung Aluminium-Scheiben mit einem Durchmesser von 50 mm bearbeitet. Der 3-Finger-Zentrischgreifer PZN-plus mit HSK-A63-Schnittstelle ist zunächst wie jedes andere Werkzeug im Werkzeugmagazin abgelegt.

Zu Beginn eines Zyklus wird der Greifer auf die Maschinenspindel eingewechselt. Das Bearbeitungszentrum fährt mit den eigenen Achsen zu einem Werkstückmagazin auf dem Maschinentisch, greift dort eine Scheibe und legt sie zur Bearbeitung in das pneumatische 3-Backen-Futter Rota TPS.

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Redakteur/Autor: Rüdiger Kroh
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