Robotik
Mit sehenden Greifern variabel angeordnete Teile handhaben
02.02.2010 | Autor: Rüdiger Kroh
Die menschliche Hand ist das bislang unerreichte Vorbild für Robotergreifer. Allerdings machen Sensoren die Greifer heute feinfühlig und die Bildverarbeitung verleiht ihnen Augen. Auch die zunehmenden Traglasten der Roboter sind eine Herausforderung für die Greiferhersteller.
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Kräftiger Greifer handhabt schwere Lasten an Werkzeugmaschinen
So hat das Lauffener Unternehmen für den Fanuc-Schwerlastroboter M-2000iA/1200 einen elektrischen Greifer entwickelt, der es bei einem Hub von 100 mm pro Finger auf eine Greifkraft von etwa 23 000 N bringt. 2009 konnte man auf einer Werkzeugmaschinen-Messe das Duo dabei bestaunen, wie es abwechselnd ein 700 kg schweres Maschinenbett und einen Lagerring mit einem Durchmesser von 850 mm handhabte, ohne dazu die Greiferbacken zu wechseln. „Das Greifsystem für die Fanuc-Messepräsentation wog gerade einmal 350 kg“, betont Poguntke.
Steifigkeit des Schwerlastgreifers mit Finite-Elemente-Methode optimiert
Die Steifigkeit des Schwerlastgreifers und seiner Backen wurde mit der Finite-Elemente-Methode so optimiert, dass an keiner Stelle unzulässige Kräfte auftreten können. Gleichzeitig wurde überschüssiges Material konsequent entfernt. Der elektrische Antrieb erfolgt bei diesem Sondergreifer über ein zentral angeordnetes Trapezgewinde, das die Kraft gleichmäßig und genau auf die rollengeführten Grundbacken überträgt. Zum Betrieb wird die Steuerung des Roboters genutzt, die den Greifer wie eine siebte Achse behandelt.
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