Simultaneous Engineering

Automatica 2010 präsentiert sich als Plattform für Montage- und Handhabungslösungen

16.04.2010 | Redakteur: Jürgen Schreier

Sortimat setzt den Fokus auf Gesamteffizienz, so auch beim dargestellten Montagesystem für einen Mehrfach-Flüssigkeitsinhalator ohne Treibgas. Bild: Sortimat

Das Tema Simultaneous Engineering ist so aktuell wie nie. Wenn Hersteller und Anwender bei der Entwicklung von Montageanlagen frühzeitig zusammenarbeiten, lassen sich vielfältige Vorteile realisieren: eine verkürzte Time-to-market, höhere Prozesssicherheit und oft sogar kürzere Zykluszeiten. Auf der Automatisierungsmesse Automatica 2010, die vom 8. bis 11. Juni 2010 auf dem Gelände der Messe München stattfindet, stehen alle wichtigen Anlagenbauer zu diesem Thema Rede und Antwort.

Ob Kupplungsschalter für die Automobilindustrie oder Inhalatoren für die Medizintechnik produziert werden: Das Wichtigste ist nicht der Produktionsprozess, sondern stets das Produkt. Für seine Funktionalität und die Vorgaben hinsichtlich der Qualität ist der Entwickler verantwortlich. Um das jeweilige Produkt so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen und die Produktion effizient zu gestalten, werden immer häufiger Sondermaschinen- und Anlagenbauer frühzeitig mit in die Entwicklung einbezogen. Denn das Know-how dieser Spezialisten kann dazu beitragen, das Produkt von vorne herein so zu gestalten, dass es später einfach und automatisiert hergestellt werden kann.

Sortimat Technology setzt auf frühzeitige Zusammenarbeit mit dem Kunden

Erfolgreicheres Simultaneous Engineering erfordert vom Montagespezialisten nicht nur Know-how bezüglich der Montage- und Automatisierungstechnik, sondern auch Kenntnisse und Erfahrungen in der Beurteilung eines Kundenproduktes hinsichtlich seiner Automatisierungsfähigkeit. Nur dann können produktionsbezogene Ideen direkt in die Produktentwicklung einfließen. Gerade bei Produkten, die für den Verbraucher gedacht sind – zum Beispiel Inhalatoren für Asthmapatienten – dominiert ein ergonomisches, ästhetisches Design. So schön und handschmeichlerisch die Formen sind, oftmals bieten sie zunächst kaum Stellen, um die Bauteile zu fixieren, was für eine automatisierte Montage unerlässlich ist.

Sortimat Technology aus Winnenden zählt zu den Anbietern flexibler Zuführ- und Handlingsysteme und produziert Montageanlagen für die Medizintechnik, Pharma- und Kosmetikindustrie. Das Unternehmen bietet das komplette Spektrum – von halbautomatisierten Maschinen bis zu komplexen vollautomatischen Systemen. Marketingleiterin Silke Fischer weist auf eine Lösungsmöglichkeit hin: „Wir arbeiten schon sehr frühzeitig mit unseren Kunden eng zusammen und versuchen, die automatisierungstechnischen Voraussetzungen des Produkts mit seinem Design deckungsgleich zu bekommen. Gelingt das, können wir dem Kunden eine höhere Prozesssicherheit garantieren, und eventuell lassen sich sogar die Zykluszeiten verkürzen.“

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