Eplan Software & Service

Engineering rückt näher zusammen

07.04.2008 | Redakteur: Dietmar Kuhn

„Mechanik und Automatisierungstechnik wachsen zusammen; dahinter steckt eine integrative Verbindung zwischen Autodesk Inventor und der Eplan-Plattform“, verrät Hans Hässig, Geschäftsführer Eplan. Bild: Eplan

Als Lösungsanbieter hat Eplan Software & Service integrative Engineering-Prozesse im Fokus. So gilt die Eplan Mechatronic Integration (EMI) als Zukunftstechnologie. MM Daily befragte dazu Hans Hässig, Geschäftsführer bei Eplan, welche Neuerungen in Hannover gezeigt werden und was sich hinter EMI verbirgt.

MM: Herr Hässig, Ihr Unternehmen steht für integrative Softwarelösungen im Engineering. Welche Neuheiten haben Sie für die Besucher der Hannover-Messe im Gepäck?

Hässig: Erstes Highlight und zugleich mein Favorit ist die neue Eplan-Plattform 1.9: Neuerungen, Kundenwünsche und das Eplan Data Portal wurden integriert. Das Resultat ist eine tolle Engineering-Lösung, die unsere Kunden und Technik-Fans überzeugt. Unsere Beta-Tester sind bereits begeistert.

Die Stärke der Eplan-Plattform, die Durchgängigkeit von Eplan Electric P8, Eplan Fluid und Eplan PPE, ist jetzt für jede Leistungsanforderung verfügbar. Mechatronisch wird es mit den zwei neuen EMI-Modulen. EMI steht für Eplan Mechatronic Integration und verbindet integrativ die Mechanik mit der Automatisierungstechnik.

MM: Ihre EMI-Technologie beinhaltet, dass M-CAD und E-CAD integrativ zusammenarbeiten. Was verbirgt sich konkret dahinter?

Hässig: Eine echte Integration von Mechanik und Automatisierungstechnik war bislang Wunschdenken – es fehlten praxistaugliche Lösungen. EMI zeigt jetzt ganz neue Wege auf – unsere Anwender sind begeistert. Dahinter steckt eine integrative Verbindung zwischen Autodesk Inventor und der Eplan-Plattform, die nicht, wie man vermuten könnte, auf einer einfachen Schnittstelle basiert. Vielmehr greift der Konstrukteur in der Elektro- und Fluidtechnik direkt auf das 3D-Modell zu, das der Mechaniker erstellt hat.

Beide Systeme nutzen exakt die gleiche Datenbasis. Und das Beste daran: Das Modell selbst wird in seiner mechanischen Ausprägung nicht verändert – das lässt jeden Mechaniker aufatmen.

MM: Das klingt tatsächlich interessant. Sie sprachen von zwei neuen Modulen für EMI – was leisten diese in der Praxis?

Hässig: Hier schlagen wir neue Wege ein, nachdem unser erstes Modul „Cabling“ bereits erfolgreich lanciert ist. Das neue Modul „Piping“ ist für Fluid-Konstrukteure gedacht, die damit Verrohrungen und Schlauchleitungen projektieren. Gerade bei der Pneumatik und Hydraulik ist eine gewerkeübergreifende Konstruktion in Richtung Mechanik offensichtlich.

Ohne realen Prototypen legt der Konstrukteur die Länge beziehungsweise die Leitungsführung fest. Maß nehmen an der Maschine ist damit passé, alle Leitungen lassen sich jetzt vorkonfektionieren.

Mit dem zweiten Modul „Collaboration“ verbinden wir die Gewerke direkt auf Bauteilebene. Der Mechanik-Konstrukteur erstellt einen Warenkorb, auf den der Projekteur bei der Planung der Automatisierungskomponenten zugreift. So entsteht auf einer ganz grundlegenden Ebene ein Abgleich – auch hier sind Schnelligkeit und qualitativ hochwertige Daten das Stichwort.

Eplan Software & Service GmbH & Co. KG, Halle 17, Stand D40

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