Der Zuliefermarkt ist grenzenlos

15.04.2008 | Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Arno Reich, Projektleiter Subcontracting der Deutschen Messe AG: „Die Subcontracting steht wie keine zweite Zuliefermesse für Global Sourcing.“ Bilder: Deutsche Messe AG

Die Subcontracting umfasst rund 1500 Aussteller. Davon stammen über die Hälfte aus dem Ausland, aus etwa 50 Nationen. So repräsentiert die Messe laut Arno Reich, Projektleiter Subcontracting der Deutschen Messe AG, den internationalen Zuliefermarkt mit den Schwerpunkten Metalle in Halle 3, Systemlieferanten in Halle 4 sowie Ingenieurwerkstoffe und Wertschöpfungs-Partnerschaft in Halle 5.

MM: Herr Reich, im Jahr 2007 wurden 82000 Besucher auf der Subcontracting gezählt, 41% mehr als im Vergleichsjahr 2005. Wird die Fachmesse diesmal gegenüber dem Vergleichsjahr 2006 genauso positiv verlaufen?

Reich: Ich denke, wir werden das Top-Niveau der Vorjahre halten können. Wir erwarten wieder einen hohen Anteil von Fachbesuchern, der bereits letztes Jahr bei 95% lag. Auch unser Ziel, den Auslandsanteil von 30% kontinuierlich auszubauen, dürfte dazu führen, dass am Ende die Aussteller sowohl mit der Messe als auch mit der Besucherqualität zufrieden sein werden.

MM: Welche Highlights werden auf der Subcontracting 2008 die Besucher in die Hallen 3 bis 5 auf der Hannover-Messe locken?

Reich: Themen und Aussteller der Subcontracting sind allesamt sehr attraktiv und in jedem Fall einen Besuch wert. Nehmen wir beispielsweise das Thema Massivumformung, Verbundwerkstoffe und technische Keramik, aber auch den Gemeinschaftsstand „gegossene Technik“ in Halle 3, auf dem die deutsche Gießereiindustrie eine breite Produktpalette präsentiert.

Im direkten Umfeld ist auch die ausländische Gießereiindustrie stark vertreten. Der Besucher erhält also einen umfassenden Überblick über den internationalen Markt.

MM: Auf einer Sonderschau wird die Systemzulieferung thematisiert. Wie lässt sich diese komplexe Thematik den Besuchern näherbringen?

Reich: Der neue Ausstellungsbereich „Systempartner“ in Halle 4 ist inhaltlich wie optisch ein Höhepunkt. Systemzulieferung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die komplexen Mechanismen werden anhand von Exponaten – zum Beispiel einer Maschine und Automobil-Schnittmodellen von Audi – demonstriert. Das Forum „Automotive Materials“ bietet zudem an allen Tagen Fachinformationen aus erster Hand.

MM: Knapp 30% der Besucher der Subcontracting 2007 kamen aus dem Ausland. Wie lässt sich dieser hohe ausländische Zustrom erklären – bedenkt man, dass Deutschland als Hochlohnland gilt?

Reich: Die Stärke der Subcontracting sind ihre Vielfalt und ihre Internationalität. International sind wir noch mehr auf der Ausstellerseite: Etwas mehr als die Hälfte der Zulieferunternehmen kommt aus dem Ausland, aus etwa 50 Nationen. Die Fachbesucher informieren sich also über das Angebot des internationalen Marktes, daher steht die Subcontracting wie keine zweite Zuliefermesse für Global Sourcing.

MM: Wie viele Aussteller umfasst die Subcontracting in diesem Jahr?

Reich: Wir haben rund 1500 Aussteller und sind damit von der Ausstellerzahl her die größte Fachmesse im Verbund der Hannover-Messe. Bezeichnend ist auch die hohe Anzahl an Gemeinschaftsständen: Rund 60 Themen-, Regionen- und Nationenstände belegen die mittelständische Struktur der Aussteller und die damit verbundene Innovationskraft.

Gerade diese unvergleichliche Vielfalt nutzen die internationalen Besucher, um sich einen umfassenden Überblick über konkurrierende Materialien und Verfahren zu verschaffen.

Fachmesse Subcontracting, Halle 3 bis 5

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