CAD/CAM

Anwender fordern durchgängige CAD/CAM-Software ohne Datenverlust

08.09.2008 | Redakteur: Dietmar Kuhn

Albert Sedlmaier, Geschäftsführer Data M Software GmbH, Valley: „Der Trend geht meiner Ansicht nach eindeutig in Richtung Verfahrens- und Umformsimulation.“ Bild: Data M

Die Problematik ist alt, aber immer noch vorhanden: Beim Einsatz von CAD/CAM-Software verursachen Schnittstellen Probleme. Integrierte Software verspricht Abhilfe, teilweise wandern CAM-Funktionen in das CAD-System. Pfiffige Detaillösungen helfen dabei, die Kosten zu reduzieren. Über aktuelle Trends und Neuheiten zur Euroblech 2008 (21. bis 25. Oktober, Hannover) sprachen wir mit:

– Albert Sedlmaier, Geschäftsführer Data M Software GmbH, Valley (Euroblech 2008: Halle 27, Stand F65),

– Jos Verbakel, Produkt-Manager Werkzeugbau, Cenit AG Systemhaus, Stuttgart,

– Uwe Rouvel, Mitbegründer und Gesellschafter, SPI Systemberatung, Programmierung und Industrie-Elektronik GmbH, Ahrensburg (Euroblech 2008: Halle 11, Stand C41),

– Ralph Schmitt, Geschäftsführer Mecadat CAD/CAM Computersysteme GmbH, Langenbach (Euroblech 2008: Halle 11, Stand E78)

– Dr.-Ing. Alexander Köhler, Geschäftsführer der CAM-Service Gesellschaft für Software und Automationstechnik mbH, Herford (Euroblech 2008: Halle 11, Stand G55),

– Dr. Jörg Ruhwedel, Geschäftsführer der ISD Software und Systeme GmbH, Dortmund (Euroblech 2008: Halle 11, Stand H04),

– Paul-Gerhard Staib, Geschäftsführer der Camtek GmbH, Weinstadt-Endersbach (Euroblech 2008; Halle 11, Stand C30).

Welche Software stellen Sie auf der Euroblech in den Vordergrund?

  • Sedlmaier: Eindeutig im Vordergrund stehen dieses Jahr unsere Software aus dem Bereich des Walzprofilierens, auch wenn das Simulieren des Umformvorgangs einen zentralen Platz einnimmt. Wir stellen eine neuartige Recycling-Datenbank für Rollenwerkzeuge vor, weil sich durch das Wiederverwenden alter Werkzeuge die Kosten senken lassen. Dabei kommt eine spezielle Suchmethode zum Einsatz – durch eine mathematische Transformation der Rollengeometrie und Zerlegung in so genannte Fourier-Koeffizienten kann der Benutzer jetzt eine Ähnlichkeitssuche von Profilen und Rollen durchführen. An dieser Stelle kommt unser Copra-Rollscanner ins Spiel, eine automatisch arbeitende Rollenmessmaschine, mit der sich die Daten der gescannten Rollen direkt in die Datenbank übertragen lassen.
  • Verbakel: Trim Steel Expert ist eine vollständig integrierte Catia-V5-Software, die bei der automatisierten Konstruktion von Schneidmessern für Blech- und Kunststoff-Umformwerkzeuge zum Einsatz kommt. Die Software erstellt Grundkörper und Wirkflächen als separate Elemente zur optimalen Unterstützung des Konstruktions- und Fertigungsprozesses. Dabei werden die spezifischen Parameter aus der Begriffswelt des Werkzeugbaus berücksichtigt. Trim Steel Expert wurde in enger Zusammenarbeit mit der Firma Icapp entwickelt.
  • Rouvel: SPI zeigt in unmittelbarer Nähe zum Maschinenbauer Trumpf seine CAD-Software für die blechverarbeitende Industrie sowie das neue Solid-Works 2009, das dann gerade frisch relauncht wurde. Durch die lokale Nähe zu Trumpf betonen wir die Rolle der Softwareangebote innerhalb der Prozesskette Blech und unsere Stärken in der Zusammenarbeit mit führenden Maschinenherstellern.
  • Schmitt: Das Visi-Modul Progress wird im Vordergrund stehen. Es ist für die stufenweise Abwicklung von Bauteilen, die Erzeugung des Streifenlayouts und den Aufbau von beispielsweise Folgeverbund- oder Transferwerkzeugen entwickelt worden. Ebenso wird Visi Blank für die Ermittlung der Platinengeometrie sowie der Blechstärkenänderung bei Umformprozessen eines der Kernthemen sein. Einsatzgebiete sind neben der Konstruktion vor allem auch in der Kalkulation und Arbeitsvorbereitung zu sehen.
  • Köhler: CAM-Service präsentiert die neueste Version der NC-Programmiersoftware Cagila mit innovativen Modulen für die Konturbearbeitung. Neben speziell für das Laser-, Wasserstrahl-, Plasma- und Brennschneiden entwickelten Funktionen wird auch das Konturfräsen unterstützt, mit möglichen Zeiteinsparungen von über 90% bei der CAD-Datenaufbereitung. Die intuitive und anpassbare Benutzeroberfläche mit Lernvideos und Schulungsbeispielen reduziert den Einarbeitungsaufwand auf wenige Stunden.
  • Ruhwedel: Wir nutzen die Plattform der Messe zur Vorstellung unserer neuen Produktversionen. Neben Hicad next, der 2D/3D-CAD-Lösung, zeigen wir auch unsere Applikation für den PDM/PLM-Bereich, Helios next, sowie das neuste Produkt aus unserem Hause: Helicon, eine universelle Produktkonfigurator-Software. Die Besucher am Messestand entscheiden, aber ich denke, im Vordergrund steht die neuste Hicad-Version, die mit vielen zukunftsweisenden Funktionen aufwartet, vor allem auch im Blechbereich.
  • Staib: Wir zeigen das CAD/CAM-System Peps für die Bearbeitungen Laser-, Wasserstrahl-, Brenn- und Plasmaschneiden sowie Pentacut für die 3D-Bearbeitung von umgeformten Blechen und Tubecut für die Bearbeitung von Rohren und beliebigen Profilen. Selbstverständlich werden auf Wunsch auch alle anderen Module wie etwa Drahterodieren, Fräsen und Drehen präsentiert.

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