Bosch Rexroth

Zahnkettenfertigung seit einem ganzen Jahrhundert

16.10.2008 | Redakteur: Reinhold Schäfer

Gerhard Pfeifer, Geschäftsleiter Vertrieb des Geschäftsbereichs Pneumatics der Bosch Rexroth AG, Hannover: „Zahnketten sind kein Massenprodukt. Beim Zusammenbau ist der Mensch deshalb jeder Maschine überlegen.“Bild: Schäfer

Die Zahnkette kann 2008 ihren 100. Geburtstag feiern. Dennoch gehört sie noch lange nicht zum alten Eisen. Gerhard Pfeifer, Geschäftsleiter Vertrieb des Geschäftsbereichs Pneumatics der Bosch Rexroth AG in Hannover, dem der Produktbereich Zahnkette zugeordnet ist: „Auch bei Bosch Rexroth wird die Zahnkette als hocheffizientes Antriebs- und Automationselement eine Zukunft haben.“

Denn die Zahnkette eigne sich wie kein anderes Antriebselement hervorragend, wenn extreme Laufruhe bei hohen Belastungen gefragt ist. Ein Beispiel sei die industrielle Herstellung von Hohlglas, wie etwa Glasflaschen. „Dort müssen Transportbänder große Temperaturschwankungen aushalten. Zahnketten sorgen für einen dauerhaft gleichmäßigen Lauf, damit sich das 450 °C heiße Glas nach dem Formen nicht verbiegt“, erläutert Pfeifer.

Die erste ausgelieferte Zahnkette war 1908 auf eine Leistung von 92 kW (125 PS) ausgelegt. Durch verbesserte Materialien und optimiertes Design sind heute bis zu 1500 kW möglich. „Die HPC-Zahnketten von Rexroth sind die schnellsten der Welt und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 m/s, was 180 km/h entspricht“, ist Pfeifer von der Leistungsfähigkeit begeistert. 1908 wurden an der Leine die ersten Zahnketten produziert – zunächst in Hannover und ab 1922 in Gronau. Seit 2001 gehört die Fertigung zur Bosch Rexroth AG.

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