20.01.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Ein neuer Glühofen im FAG-Werk der Schaeffler KG in Schweinfurt wird nicht nur die Kapazitäten der Glüherei in der Produktlinie Schmiede deutlich erhöhen sondern auch die Umweltbelastungen sowie den Energieverbrauch reduzieren.
In einer spektakulären Aktion lieferte eine Spezialfirma die drei Teile, sogenannten „Ofenschüsse“, an. Jeder einzelne von ihnen wiegt 40 t. Fertig aufgestellt wird die Anlage etwa 50 m lang sein. Das Unternehmen investiert insgesamt rund 2,7 Mio. Euro.
Für Anton Vierheilig, den Leiter der PV Glüherei, ist dies eine Investition in die Zukunft: „Im Vergleich zur bisherigen, jetzt ausgedienten Anlage steigern wir den Bruttodurchsatz pro Stunde um etwa 20%. Gleichzeitig senken wir dank der neuen Temperatur-Prozessregelung die Kohlenmonoxyd-Belastung bis zu 20%.“ Jetzt wird die Anlage aufgebaut, Ende März soll sie in Betrieb gehen.
Ziel des Glühens ist es die metallurgische Struktur der Werkstücke so zu verändern, dass sie ganz bestimmte Werkstoffeigenschaften haben. In der neuen FAG-Anlage werden die zu behandelnden Teile auf etwa 800 °C erhitzt, über Stunden bei einer konstanten Temperatur gehalten und in einer exakt definierten Abkühlphase wieder auf Umgebungstemperatur gebracht. Die so geschaffene Struktur des Stahls erleichtert nicht nur die weiteren Bearbeitungsschritte in der Fertigung sondern erfüllt auch die oft extremen Anforderungen, die an eingebaute Wälzlager gestellt werden.
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