01.04.2009 | Autor / Redakteur: Johann Huber / Reinhold Schäfer
Spielfreie Wellenkupplungen sind für viele Antriebstechnik-Anwendungen notwendig. Sie übertragen das Drehmoment drehsteif und gleichen den axialen, winkligen und radialen Wellenversatz, beispielsweise zwischen Servomotor und Spindel eines Fahrsimulators, aus.
Bei einem Formel-1-(F1-)Fahrsimulator des britischen Unternehmens Ball Racing Developments (BRD) sitzt der Fahrer in einem Original-F1-Rennwagen und fährt eine fiktive Strecke ab, die er vor sich auf Flachbildschirmen sieht. Wie bei einer realen Autofahrt wirken dabei auf den Fahrer Kräfte, wenn er beschleunigt, bremst oder Kurven fährt.
Um Fliehkräfte wie beim Kurvenfahren zu erzeugen, wird das Fahrzeug im Bereich der beiden Achsen schnell nach links beziehungsweise rechts bewegt. Bewegt man das Fahrzeug entlang der Längsachse nach vorne oder zurück, wird der Fahrer wie bei wirklichen Brems- und Beschleunigungsvorgängen in den Sitz beziehungsweise gegen den Sicherheitsgurt gedrückt.
Die Links-rechts-Bewegung im Bereich der Fahrzeugachsen erfolgt über Spindeln, die über Zahnriemen von Servomotoren angetrieben werden. Das Verschieben entlang der Längsachse übernimmt eine direkt angetriebene Spindelachse.
Zwischen Servomotor und Spindel sitzt eine spielfreie drehsteife Lamellenpaketkupplung der Baureihe Roba-DS von Mayr Antriebstechnik. Sie gleicht winkligen und axialen Wellenversatz aus – verursacht beispielsweise durch Wärmedehnungen.
Die in Eingelenkausführung eingesetzte Roba-DS-Servokupplung ist kompakt und hat ein geringes Massenträgheitsmoment. Deshalb ist sie – wie in vielen anderen Anwendungen der Servotechnik – auch dort die ideale Besetzung.
Die Wellenkupplungen Roba-DS sind drehsteif, aber biegenachgiebig und gleichen axialen, winkligen und radialen Wellenversatz aus. Ihr Einsatzbereich wächst ständig, weil Größen und Varianten erweitert werden. Die für die Servotechnik konzipierte Baureihe deckt mit den Größen 3, 6, 10 und 15 im Durchmesserbereich 45 bis 79 mm Drehmomente von 35 bis 150 Nm ab. Kennzeichnende Merkmale sind dabei eine geringe Massenträgheit, bedingt durch die kompakte Bauform und weil statt Stahl Aluminium verwendet wird.
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