Blechzuschnitt

Maßgefertigte Platinen wirtschaftlicher als konventionelle Trenntechniken

28.05.2009 | Autor / Redakteur: Wolfgang Pfau / Dietmar Kuhn

Edelstahl-Blechverarbeiter, denen Zeit und Geld wichtig sind, setzen heute auf konfektionierte Blechzuschnitte. Mit maßgeschneiderten Platinen lassen sich teure Trennverfahren umgehen und der Verschnitt lässt sich zusätzlich beachtlich minimieren. Die maßgeschneiderten Platinen gibt es prinzipiell in jeder vom Weiterverarbeiter gewünschten Form und Zuschnittsgröße.

Jeder Verarbeiter von Edelstahlblechen in Standardformaten weiß, dass zwangsweise Reststücke anfallen, die im Schrott-Container landen. Dies betrifft eine Vielzahl von Verfahren der Trenntechnik, vom Tafelscheren-Zuschnitt bis zur Erzeugung von Flacherzeugnissen durch Lasern, Nibbeln oder Stanzen. Die Aufbewahrung solcher Reststücke zwecks späterer Verwendung kann aus verschiedenen Gründen zur Kostenfalle werden.

Maßgefertigte Platinen ersparen teure Reststücke

Um dies zu vermeiden, empfiehlt sich die Beschaffung maßgefertigter Platinen, wie sie das in Solingen ansässige Edelstahl Service-Center Vogel-Bauer in vielfältigster Form anbietet. Für Verarbeiter lohnt es sich, das eigene Sortiment hinsichtlich Edelstahlgüten, Zuschnittsgrößen und Stückzahlen einer kritischen Prüfung zu unterziehen; ein Zukauf von Zuschnitten könnte betriebswirtschaftlich sinnvoller sein als die Eigenproduktion.

Fakten sprechen bekanntlich für sich. Ein solches Faktum ist die Entwicklung des Schrottpreises der austenitischen Rostfrei-Stahlgüte 1.4301. Dieser Preis ist dem Nickelkurs treu gefolgt, was zu einer Wertminderung von etwa 80% im Vergleich zwischen Frühjahr 2007 und Herbst 2008 geführt hat.

Aus Sicht all jener Unternehmen, bei denen sich in diesem Zeitraum im Zuge der Verarbeitung von Edelstahlblechen ein ansehnliches Lager an Reststücken angesammelt hat, sollte diese Entwicklung Anlass zur Abwägung geeigneter Handlungs-Alternativen mit höherer Wirtschaftlichkeit geben.

Reststücke lassen sich nicht vermeiden

„Jeder Verarbeiter richtet seine Herstellungsprozesse so ein, dass er die optimale Ausnutzung der Edelstahl-Standardbleche erzielt“, erklärt Dipl.-Ing. Gerald Vogel, technischer Geschäftsführer des mittelständischen Familienunternehmens Vogel-Bauer und gibt gleichzeitig zu bedenken: „Selbst die besten Schachtelprogramme verhindern bei den diversen Trenntechniken nicht die Anhäufung von Reststücken.“

Welche Hypotheken man sich damit aufbürdet, gilt es aus strategischer Sicht zu prüfen, um daraus geeignete Maßnahmen ableiten zu können. Zu den Kostenfaktoren, die es jeweils intern eingehend zu überprüfen gilt, gehört in erster Linie die Kapitalbindung, die beim Kauf des Rohmaterials entsteht, sowie die materialbedingte Wertminderung. Die Lager- und Inventurkosten für Schrottmaterial sind ebenfalls in Ansatz zu bringen.

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