Thyssen-Krupp Nirosta

Edelstahl für Londons neue Skyline

29.05.2009 | Redakteur: Annedore Munde

Mit mehr als 200 Metern Gesamthöhe und 46 Stockwerken wird der Wolkenkratzer eines der höchsten Gebäude der Stadt. Mehr als 11 000 m2 der fachwerkartig gestalteten Gebäudeseiten sind aus Edelstahl. Bild: Thyssen-Krupp

Nachdem 25 m hohe Pfahlfundamente in den Boden eingelassen worden waren, gehen nun Meter für Meter die Bauarbeiten am Heron-Tower voran. Parallel dazu werden auch die ersten Fassadenelemente des Hochhauses in der Londoner City montiert. Mit rund 185 t an Edelstahlblechen, hergestellt bei Thyssen-Krupp Nirosta in Krefeld, werden die Streben des Turmes verkleidet.

Mehr als 11000 m2 der fachwerkartig gestalteten Gebäudeseiten sind aus Edelstahl. Dabei hat der Bauherr besonderen Wert auf die absolute Ebenheit der Bleche gelegt.

Edelstahl ermöglicht hochwertige und wartungsarme Fassadenverkleidung

Die Edelstahlpaneele mit einer Prägung in Leinenstruktur ergeben eine hochwertige und wartungsarme Fassadenverkleidung, die unempfindlich gegen Verschmutzungen und extrem langlebig ist. „Durch die Struktur wird die Lichtreflexion und die Blendwirkung des Metalls gemindert“, erklärt Heinz Koch aus der Technischen Kundenberatung der Thyssen-Krupp Nirosta.

„Die 1 mm dicken Bleche sind 1,50 m breit und werden entsprechend den Anforderungen auf drei bis fünf Meter Länge abgeteilt“, so Koch. „Fassadenkonstruktionen werden bereits in der Planungsphase im Windkanal getestet, auch das Verhalten bei Regen und Sturm wird durch standardisierte Tests geprüft.“ Kooperationspartner bei der Durchführung dieses Projekts ist die Kölner Firma Christian Pohl GmbH, die die weitere Bearbeitung und Auslieferung der Bleche übernommen hat.

Edelstahl prägt Aussehen des Hochhauses

Das Design für den Heron-Tower stammt vom renommierten New Yorker Architekturbüro Kohn, Pedersen, Fox und ist geprägt von einer mit Edelstahl verkleideten Fachwerkkonstruktion und großzügig angelegten Glasflächen. Das Hochhaus soll eines der modernsten Büro-Gebäude der Welt werden und sich durch minimalen Energieverbrauch und eine gutes Arbeitsklima für die Angestellten auszeichnen.

Der Name des Hochhauses geht zurück auf den Bauherren Heron-International mit Sitz in London. Die Gruppe investiert und entwickelt Bürogebäude, Freizeit- und Einkaufszentren und hat bereits über 150 Projekte dieser Art verwirklicht. Ein öffentliches Restaurant und eine Bar werden in den drei oberen Etagen eingerichtet.

Mit mehr als 200 Metern Gesamthöhe und 46 Stockwerken wird der Wolkenkratzer eines der höchsten Gebäude der Stadt und damit die neue Skyline von London maßgeblich prägen. Wer den Heron-Tower persönlich sehen möchte, muss noch ein wenig warten: Er entsteht in der 110 Bishopsgate, ist dann von zehn U-Bahn-Stationen aus zu erreichen und soll 2011 eröffnet werden.

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