Titan

Thyssen-Krupp Stainless formt neuen Bereich Hochleistungswerkstoffe

02.07.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Ein Mitarbeiter der Thyssen-Krupp Titanium in Essen prüft die Oberfläche eines Titan-Blocks. Das Unternehmen wird zum 1. Oktober 2009 auf die Thyssen-Krupp VDM verschmolzen. Bild: Thyssen-Krupp Stainless

Die Thyssen-Krupp Stainless AG ordnet ihr Titan-Geschäft neu. Die Aktivitäten der Thyssen-Krupp Titanium GmbH werden auf die Thyssen-Krupp VDM GmbH in Werdohl übertragen und dort zu einem Kompetenzfeld auf dem Gebiet der Hochleistungswerkstoffe gebündelt, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

Die Stainless-Gruppe erwartet durch die Neuordnung bessere Wachstumsmöglichkeiten beim Titan-Geschäft. Die Verschmelzung erfolgt mit Wirkung zum 1. Oktober 2009. Bislang wird das Titan-Geschäft in Deutschland durch die Thyssen-Krupp Titanium GmbH (Essen) und in Italien durch die Thyssen-Krupp Titanium S.p.A. (Terni) wahrgenommen, die beide der Thyssen-Krupp Acciai Speciali Terni zugeordnet sind.

Im Essener Werk werden Titanschwamm und -schrott geschmolzen. Aus den Titanblöcken und -brammen werden hier Knüppel, Stangen und Bleche gefertigt. Am Standort Terni erfolgt die Weiterverarbeitung zu Coils, Rohren und Blechen, wobei wesentliche Produktionsschritte durch die Thyssen-Krupp Acciai Speciali Terni durchgeführt werden.

Thyssen-Krupp VDM übernimmt Vertrieb von Titan-Produkten

Im Rahmen der geplanten Bündelung wird unter anderem der weltweite Vertrieb der Thyssen-Krupp Titanium einschließlich des Vertriebsbüros in Mailand sowie der Produktionsstandort Essen auf die Thyssen-Krupp VDM, die Nickellegierungen und hoch legierte Sonderedelstähle herstellt, übertragen. Die Weiterverarbeitung in Terni soll weiterhin im Verantwortungsbereich der Thyssen-Krupp Acciai Speciali Terni liegen.

„Die Bündelung unserer Aktivitäten im Bereich Hochleistungswerkstoffe ist nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt sinnvoll, dass schon jetzt Thyssen-Krupp Titanium und Thyssen-Krupp VDM auf den gleichen Märkten wie der Flugzeugindustrie und der Chemie- und Energiebranche aktiv sind und über sich stark überschneidende Kundenbeziehungen verfügen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Thyssen-Krupp VDM, Dr. Jürgen Olbrich.

Neuordnung des Titan-Bereichs soll mehr Effizienz bringen

Thyssen-Krupp Stainless geht davon aus, dass die geplante Wachstumsstrategie bezüglich des Werkstoffs Titan in einem Verbund unter Führung der Thyssen-Krupp VDM und deren weltweitem Vertriebsnetz effektiver umzusetzen ist. Darüber hinaus führe die Neuordnung zu einer effizienteren Nutzung von Kapazitäten in den Bereichen Einkauf, Vertrieb und Verwaltung.

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