Kupfer

Wieland-Werke investieren 130 Mio. Euro

23.02.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Für 130 Mio. Euro haben die Wieland-Werke in Vöhringen neue Anlagen errichtet – hier ein Gasofen bei der Bolzenentnahme. Bild: Wieland-Werke

Die Wieland-Werke AG, Ulm, hat am Standort Vöhringen ein neues Presswerk in Betrieb genommen. Die Anlage ist das Kernstück eines umfangreichen Konzeptes zur Modernisierung und Erweiterung der Produktionskapazitäten im Press- und Ziehbereich, wie das Unternehmen mitteilt. Dabei hat die Wieland-Werke AG von 2005 bis 2009 über 130 Mio. Euro in den Standort Vöhringen investiert.

Mit der Modernisierung sei eine bessere Wirtschaftlichkeit verbunden. Dies erhöhe die weltweite Wettbewerbsfähigkeit und trage zur Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland bei. Die Halbfabrikate aus dem Press-/Ziehbereich von Wieland würden in einer Vielzahl von Branchen angewendet, darunter Elektro-, Hochfrequenz- und Schweißtechnik, Hütten- und Gießereitechnik, Automotive- und Sanitärindustrie sowie Apparatebau.

130 Mio. Euro für Presselinie, Ziehlinie, Kammeröfen und Neubau

Neben der Presselinie samt eigenem Neubau umfassen die Investitionen die Errichtung einer neuen Ziehlinie und zweier Kammeröfen sowie die Versetzung von insgesamt zehn Fertigungsanlagen, wie die Wieland-Werke berichten. Mit den erweiterten Produktionsanlagen könne das Unternehmen seine Stangen-, Profil- und Rohrprodukte aus Kupferlegierungen in einer besseren Qualität, in größeren Abmessungen und in mehr Varianten fertigen.

Das Konzept habe nicht nur den Ersatz, sondern auch die Konzentration der Herstellungsprozesse vorgesehen. Die Modernisierungen würden zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität sowie zu einer schnelleren und flexibleren Produktion führen. Die Kunden profitierten vom neuen Konzept: Es ermögliche den Einsatz neuer beziehungsweise alternativer Werkstoffe, und das bei kürzeren Lieferzeiten.

Neue Anlagen ermöglichen bessere Qualität von Kupferstangen und Kupferrohren

Die neue Technik ermögliche Optimierungen im gesamten Produktspektrum. Die Stangen aus der Produktion der neuen Presse würden eine bessere Geradheit und eine homogenere Oberfläche aufweisen, Rohrprodukte zeichneten sich zudem durch eine optimierte Gleichwandigkeit aus.

Durch das teilweise Pressen in Wasser sowie die größere Auspresslänge werde auf den neuen Anlagen eine Gefügeverbesserung erreicht. Der hohe Automatisierungsgrad, der für alle neuen Anlagen kennzeichnend sei, ermögliche schnelle Abmessungswechsel, einen schonenderen Transport des Pressmaterials und eine kurze Durchlaufzeit.

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