09.03.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse
Von diesem Betrag sind gemäß IFRS 4,8 Mio. Euro Kaufpreisallokation abzuziehen. Bilanzielle Effekte aus dem Jahresabschluss wirkten ebenfalls per saldo positiv, sodass das operative Ergebnis bei 124,0 Mio. Euro auskam. Nach 20,6 Mio. Euro Impairment-Abschreibungen und 0,1 Mio. Euro Restrukturierungsaufwand verblieben 103,3 Mio. Euro Vorsteuergewinn (2008: –32,5 Mio. Euro). Der Innenumsatz der Salzgitter-Gruppe sank im Geschäftsjahr 2009 aufgrund verringerter Geschäftstätigkeit zwischen den Divisionen auf 1836,6 Mio. Euro (2008: 3913,4 Mio. Euro).
Da sich die Beschäftigungsaussichten der wichtigen stahlverarbeitenden Branchen stabilisiert haben, erwartet der Unternehmensbereich Stahl für das Geschäftsjahr 2010 bessere Auftragseingänge und einen höheren Walzstahlversand, wie Salzgitter weiter berichtet. Zusammen mit steigenden Absatzpreisen geht das Unternehmen von einer Umsatzerholung aus.
Allerdings werde 2010 auch wieder mit einer Verteuerung der Beschaffungskosten für Erze und Kohle gerechnet, die im Vorjahr noch deutlich nachgegeben hatten. Ein ausgeglichenes Resultat soll aus heutiger Sicht erreichbar sein, dürfe aber keinesfalls als gesichert betrachtet werden.
Der Unternehmensbereich Handel plant 2010 mehr Stahl als im Vorjahr abzusetzen, was vor allem auf einer Volumensteigerung des internationalen Tradings beruhen wird. Die Versandausweitung sowie verbesserte Margen sollen zu einem positiven Resultat führen.
Bei sinkendem durchschnittlichen Erlösniveau, das im Vorjahr noch durch Altaufträge aus der Boomphase beeinflusst wurde, geht der Unternehmensbereich Röhren von einer substanziellen Reduzierung der Resultate aus. Ein in etwa ausgeglichenes Vorsteuerergebnis sollte erzielbar sein, sofern sich Rohstoffpreisanhebungen nicht zu stark auf die Rentabilität von Großprojekten auswirken.
Umsatz und Vorsteuerergebnis des Unternehmensbereiches Dienstleistungen sollen 2010 von einer insgesamt höheren Beschäftigung der Stahlgesellschaften profitieren und somit voraussichtlich über den Resultaten der abgelaufenen Periode liegen.
Im Zuge der Absatzmarktbelebung sowie mit zunehmender Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung soll sich die Ergebnislage des Unternehmensbereiches Technologie gegenüber dem abgelaufenen Jahr merklich erholen. Dennoch werde für das Geschäftsjahr 2010 ein allerdings deutlich reduzierter Vorsteuerverlust erwartet.
Da die Ausläufer der Finanzkrise auch noch im laufenden Jahr zu spüren seien und zu nervösen Ausschlägen relevanter Absatz- und Beschaffungsmärkte führten, kann Salzgitter nach eigenen Angaben für das Geschäftsjahr 2010 keinen verlässlichen quantifizierten Ausblick hinsichtlich Umsatz und Ergebnis geben. Für die meisten Konzern-Gesellschaften sei allerdings eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage absehbar.
Die beschäftigungsbedingte Erholung der Stahlgesellschaften soll dabei für eine Teilkompensation erlösbedingt reduzierter Ergebnisse im Röhrenbereich sorgen. Salzgitter erwartet daher ein positives Vorsteuerergebnis im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Allerdings bestünden nach wie vor erhebliche Risiken: Neben der absehbaren Verteuerung der Rohstoffkosten sei die Erholung der Stahl- und Maschinenbaumärkte weiterhin mit Unsicherheiten behaftet.
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