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Stahlbranche kämpft immer heftiger um Eisenerz

15.03.2011 | Redakteur: Stéphane Itasse

Um den Eisenerznachschub zu sichern, kaufen immer mehr Stahlhersteller Minen auf. Bild: Stahl-Online

Der Wettbewerb der Stahlerzeuger um die globalen Eisenerz-Ressourcen wird 2011 voraussichtlich zu deutlich mehr Unternehmensübernahmen führen. Nachdem der Gesamtwert der Beteiligungen, Fusionen und Übernahmen in der Stahlbranche 2010 um fast 80% auf 27 Mrd. US-Dollar zulegte, ist für 2011 laut einer Studie der Unternehmensberatung PWC mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

Bereits das Transaktionsvolumen der fünf größten, voraussichtlich noch im laufenden Jahr abgeschlossenen Deals summiert sich auf 17 Mrd. Dollar, wie die Unternehmensberatung am Dienstag bei der Vorstellung der Studie „Metals Deals - Forging Ahead 2010“ berichtet. Im vergangenen Jahr hatten zwei der drei größten Transaktionen die Übernahme von Eisenerz-Produzenten zum Ziel. Insgesamt entfielen auf Zukäufe von Erz- und anderen Rohstoffminen fast 57% des gesamten Dealvolumens, gegenüber 49% im Jahr 2009 und erst 29% im Jahr 2008.

Eisenerzminen in Afrika im Visier

Zur Absicherung ihrer Rohstoffbasis setzen Stahlhersteller und Minenbetreiber verstärkt auf Beteiligungen beziehungsweise Übernahmen in Afrika. Gab es 2009 noch keine nennenswerten Transaktionen auf dem Kontinent, summierte sich das Übernahmevolumen 2010 auf 3,5 Mrd. Dollar und damit 13% des globalen Gesamtwerts.

Die meisten Transaktionen und die höchsten Volumina entfielen 2010 auf die Region Asien-Pazifik. Hier wurden 239 Deals und damit 44% aller Transaktionen weltweit abgeschlossen. Das Übernahmevolumen stieg von 7,6 Mrd. auf 11,5 Mrd. Dollar.

Für Zukäufe außerhalb der Region gaben asiatische Unternehmen rund 6 Mrd. Dollar aus. Ziele waren in erster Linie Eisenerzproduzenten in Südamerika. Als Folge stieg das gesamte Transaktionsvolumen in der Region von 4,9 Mrd. Dollar im Jahr 2009 auf 5,8 Mrd. Dollar.

Übernahmevolumen in Europa wächst wenig

Auch in Nordamerika legte das Übernahmevolumen deutlich auf rund 4 Mrd. Dollar zu (2009: 1,6 Mrd. Dollar). In Westeuropa stieg der Gesamtwert der Transaktionen hingegen nur auf 1,7 Mrd. Dollar (2009: 600 Mio. Dollar), in Russland und Osteuropa belief sich das Volumen unverändert auf 400 Mio. Dollar.

Die Studie „Forging Ahead“ erfasst laut Unternehmensberatung sämtliche im Jahr 2010 abgeschlossenen Transaktionen in der Stahl- und Metallindustrie, inklusive der Rohstofflieferanten und Produzenten von Vor- und Zwischenprodukten. Die Zuordnung der Deals nach Sektor beziehungsweise geographischer Region richtet sich nach dem Herkunftsland des Übernahme- oder Beteiligungsziels.

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