Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung

Stahlverarbeiter starten gut ins Jahr 2011

11.05.2011 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Lage der Stahl- und Metallverarbeiter ist zwar gut, aber die Branche sorgt sich um steigende Preise für Energie und Vormaterialien. Bild: Stahl-Online

Nach einem Plus von gut 18% im Jahr 2010 bleibt der Wachstumstrend in der Stahl- und Metallverarbeitung zu Jahresbeginn 2011 intakt. Im ersten Quartal konnte ein weiterer Anstieg um knapp 19% verzeichnet werden, damit fehlen nur noch 5% Wachstum zum Niveau des Jahres 2008, wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM), Düsseldorf, mitteilt.

Der Umsatz der Branche betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 16 Mrd. Euro (2010: 13 Mrd. Euro). Wichtige inländische Kunden, insbesondere die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektroindustrie, sind exportorientiert. Deshalb profitieren auch die stahl- und metallverarbeitenden Zulieferbetriebe von der Auslandsnachfrage und produzieren teilweise wieder auf Vorkrisenniveau. Für die Hersteller von Konsumgütern ist die konjunkturelle Erholung allerdings weniger spürbar.

Stahl- und Metallverarbeiter mit guter Auslastung

Die Auslastung der Produktionskapazitäten lag insgesamt im ersten Quartal 2011 bei 83,4% und damit wieder nah am Jahresdurchschnitt 2007 (84,8%). Viele Unternehmen haben im Verlauf des Jahres 2010 Personal eingestellt, die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich in der Branche um 12.000 oder gut 3%. Diese Entwicklung setzt sich in geringerem Umfang fort.

Das Stimmungsbarometer der Branche hat sich im April auf sehr hohem Niveau abgeschwächt, wie der WSM weiter berichtet. Für die nächsten Monate rechnen die Unternehmen mit weniger Dynamik. Dies ist auf die bereits sehr gute konjunkturelle Lage und die Normalisierung des Aufschwungs zurückzuführen.

Das Bestellverhalten hat sich dem Kundenbedarf und den Kapazitäten der Lieferanten angepasst. Dies zeigen die nahezu gleichen Wachstumsraten bei Auftragseingängen und Umsätzen.

Hohe Energie- und Rohstoffpreise bedrohen den Aufschwung

Die größten Risiken für die konjunkturelle Entwicklung sind laut Verband die steigenden Kosten für Energie und Vormaterial. Aufgrund der anziehenden Preise bei vielen Rohstoffen zeigen die Umsatzrenditen wieder eine rückläufige Entwicklung. Der WSM fordert, die Belastung durch die Umlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien (EEG-Umlage), Stahlpreise und den Emissionshandel kurzfristig zu reduzieren.

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