21.07.11 | Redakteur: Josef Kraus

Darauf haben Automobilhersteller lange Zeit gewartet: Ein fester und dennoch formbarer Hochleistungsstahl, der leicht und auch noch günstig ist. Er wurde am Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE), Düsseldorf, entwickelt.
Ausgangsprodukt ist ein martensitaushärtender Stahl – ein ultrahochfester Stahl mit niedrigem Kohlenstoff- und hohem Nickelgehalt (15 bis 25%). Weil Nickel ein sehr teurer Legierungsbestandteil ist, wurde am MPIE dessen Anteil reduziert. Das senkt die Herstellungkosten erheblich. Zusätzlich zur Kostenreduktion hat man einen Werkstoffeffekt entdeckt, der die Legierung erheblich formbarer gestaltet.
Dr. Dirk Ponge, Gruppenleiter am MPIE, ist für die Entwicklung verantwortlich: „Wir haben einen Stahl entwickelt, der fest und gleichzeitig verformbar und ultraleicht ist. Dies hilft bei der Herstellung komplizierter Teile und erhöht die Sicherheit zum Beispiel bei einer Anwendung im Automobilbereich.“ Die Gewichtsreduktion geht mit einem geringeren Energieverbrauch einher und folglich mit einer niedrigen CO2-Emission. Dadurch sei die Legierung für die Automobilindustrie sehr attraktiv.
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