CAD

Cloud eröffnet neue Möglichkeiten für Konstrukteure

18.01.12 | Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Mit den bereits vorhandenen Cloud-Diensten Buzzsaw und Autocad WS bietet Autodesk Ingenieuren und Konstrukteuren schon heute die Möglichkeit, rechenintensive Anwendungen in die Cloud zu verlegen. (Bild: Autodesk)
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Mit den bereits vorhandenen Cloud-Diensten Buzzsaw und Autocad WS bietet Autodesk Ingenieuren und Konstrukteuren schon heute die Möglichkeit, rechenintensive Anwendungen in die Cloud zu verlegen. (Bild: Autodesk)

Cloud-Computing ermöglicht den Zugang zu unendlichen Rechnerleistungen. Mit geeigneten Tools lassen sich dort on demand Simulationen, Visualisierungen oder Entwurfsoptimierungen durchführen. Für Maschinenbauer birgt diese Technik ein großes Potenzial, um Kosten zu sparen und Produkte schneller zu entwickeln.

Cloud-Computing will eine dynamische und bedarfsgerechte Lastverteilung in modernen Netzwerken erreichen sowie eine IT-Infrastruktur konzipieren, die den Nutzern in der Cloud zur Verfügung steht. Die Popularität dieses Konzepts wächst stetig, weil die Anwender immer mobiler sein müssen und sich mobile Endgeräten wie Smartphones und Tabletcomputern zunehmend verbreiten. Daten und Rechenleistung stehen überall komfortabel zur Verfügung, die Cloud ist immer verfügbar.

Cloud-Computing ist einer der strategischen Trends für 2012

In einem aktuellen Bericht nennt das Marktforschungsinstitut Gartner Cloud-Computing als einen der zehn strategischen Trends für 2012. Für die Analysten gilt eine Technik als strategisch, wenn sie das Potenzial dazu hat, in den nächsten Jahren signifikanten Einfluss auf Unternehmen auszuüben.

Doch warum ist Cloud-Computing zunehmend von Interesse? Laut IDC Manufacturing Insight Report vom Juni 2011 nennen Maschinenbauunternehmen drei hauptsächliche Vorteile von Cloud-basierten Systemen: Reduzierung der Hardwareausgaben, Verbesserung der Produktivität sowohl des IT-Personals als auch des Kundenservice sowie die Reduzierung der Ausgaben für Softwarelizensierung und -pflege.

Kosten fallen beim Cloud-Computing nur für die tatsächliche Nutzung an

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist Cloud-Computing attraktiv, weil es Fixkosten in variable Kosten umwandelt. Außerdem muss das Unternehmen seine Hard- und Softwareinstallationen nicht für die Lastspitzen auslegen.

Beim Cloud-Computing entstehen in der Regel nur Kosten, wenn die Computer-Leistung tatsächlich gebraucht wird – im Normalfall also nur, wenn es konkrete Projekte gibt. Wie Brian Mathews, Vice President von Autodesk Labs, angibt, lassen sich für 0,25 US-Dollar in der Cloud statt einem nun 10.000 Computer nutzen. Sind hingegen die Auftragsbücher leer, entstehen kaum Kosten.

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Über die Cloud unbegrenzte Rechenleistung in Anspruch nehmen

In den USA nutzen bereits zahlreiche Unternehmen verschiedene Cloud-Dienste und arbeiten mit Kollegen oder Kunden über die Cloud zusammen. Doch auch die europäischen CAD-Anwender stehen dem Einsatz von Cloud-Computing positiv gegenüber, wie eine Autodesk-Umfrage Ende 2011 zeigte. Von den befragten CAD-Anwender und Geschäftsführer sind 72% davon überzeugt, dass die Cloud aufgrund steigender Nachfrage nach Teamarbeit und flexibler, bezahlbarer Computerleistung weiter an Bedeutung gewinnen wird.

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