Edelstahl

Thyssenkrupp verkauft Edelstahlsparte an Outokumpu

31.01.12 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Sparte Edelstahl ist für Thyssenkrupp bald Vergangenheit. (Bild: Thyssenkrupp)
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Die Sparte Edelstahl ist für Thyssenkrupp bald Vergangenheit. (Bild: Thyssenkrupp)

Die Thyssenkrupp AG, Essen, verkauft ihre Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Outokumpu-Konzern. Beide Unternehmen haben eine grundsätzliche Einigung erzielt, wie Thyssenkrupp am Dienstag mitteilt.

In der Transaktion wird Inoxum ein Wert von rund 2,7 Mrd. Euro beigemessen, heißt es. Die Einigung mit Outokumpu sehe vor, dass Thyssenkrupp für die Einbringung von Inoxum einen Minderheitsanteil von 29,9% an dem gemeinsamen Unternehmen erhält. Zudem würde Outokumpu unter anderem eine signifikante Barzahlung leisten, um Finanzschulden von Inoxum bei Thyssenkrupp abzulösen, sowie weitere Schulden von Inoxum, bestehend aus externen Finanzverbindlichkeiten und Pensionsverpflichtungen, übernehmen.

Arbeitnehmer der Edelstahlsparte erhalten Standortsicherung

Zudem haben die Konzerne eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern von Inoxum abgeschlossen, wie Thyssenkrupp berichtet. Diese beinhalte unter anderem Regelungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung.

Die Produktion im Stahlwerk Krefeld werde schrittweise bis Ende 2013 eingestellt. Mindestens bis zu diesem Zeitpunkt werde auch die bestehende Bandgießanlage fortgeführt. Das Stahlwerk am Standort Bochum werde mindestens bis Ende 2016 fortgeführt.

Vereinbart sei der grundsätzliche Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2015. Alle Produktionsstandorte von Inoxum in Deutschland würden uneingeschränkt bis mindestens 2015 erhalten.

Gremien von Thyssenkrupp und Outokumpu müssen noch zustimmen

Die Ergebnisse der Einigung stehen noch unter dem Vorbehalt der Bestätigung durch den Vorstand der Thyssenkrupp AG, heißt es. Die gesamte Transaktion bedürfe der Zustimmung des Aufsichtsrats der Thyssenkrupp AG und des Board of Directors von Outokumpu. Der Aufsichtsrat soll am Dienstagnachmittag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreffen. Zusätzlich zum Gremienvorbehalt stehe der geplante Zusammenschluss unter anderem unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Regulierungsbehörden.

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