26.11.2008 | Autor / Redakteur: Von Peter Günther und Thomas Kraus / Stéphane Itasse
Der hohe Stellenwert der Normung, ihre marktunterstützende Wirkung sowie die intensive Mitwirkung von KMU in der Normung und die breite Anwendung der resultierenden Normen können nur aufrechterhalten werden, wenn auch der Zugang zu Normungsdokumenten (Normentwürfen und Normen) einfach und effizient gestaltet ist. Der Zugang zu Normungsdokumenten beeinflusst die Anwendung und Verbreitung dieser Normenwerke wesentlich. Mit der Art und Weise, wie der Zugang zu den Dokumenten realisiert wird, wird somit letztendlich auch der Marktzugang der betreffenden Produkte und Dienstleistungen maßgeblich unterstützt bzw. behindert.
Nach wie vor dreht sich die Diskussion um den Zugang zu Normungsdokumenten auch um die Frage des kostenfreien Zugangs. Die Auslöser, die diese Diskussion beflügeln, sind unter anderem:
Die Diskussion über den Zugang zu Normen hat direkte wirtschaftliche Auswirkungen, da heute die Einnahmen aus dem Verkauf von Normen im Regelfall einen deutlichen Beitrag zur Normungsfinanzierung leisten. Wenn sich derartige Entwicklungen fortsetzen, erscheint es dringend geboten, die derzeitige Normungsfinanzierung grundlegend auf den Prüfstein zu stellen.
Innerhalb des Maschinen- und Anlagenbaus werden die Unternehmen durch die Arbeiten des NAM und die Aktivitäten der VDMA-Fachverbände hinreichend über die aktuellen Normungsprojekte, ihren Verfahrensstand und die wesentlichen Inhalte informiert. Trotz des inhaltlichen, personellen und finanziellen Einsatzes des VDMA im Bereich der Normung, ist es zurzeit noch nicht einmal möglich, von den im Rahmen der Tätigkeit des NAM erarbeiteten Normen den Experten der Normengremien, die diese inhaltlich erarbeitet haben, ein kostenfreies Belegexemplar zur Verfügung zu stellen.
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