Hannover-Messe 2009

BDI will keine Prognose abgeben

20.04.2009 | Redakteur: Peter Steinmüller

Der BDI will sich angesichts des dramatischen Wirtschaftsabschwungs nicht auf eine Konjunkturprognose festlegen. Dazu sei die Lage der einzelnen Branchen zu unterschiedlich, sagte Hauptgeschäftsführer Dr. Werner Schnappauf zum Auftakt der Hannover-Messe 2009. Schnappauf zufolge erwarten ebenso die Pharma- und IT-Industrie ein leichtes Wachstum, die Ernährungsbranche zeige sich stabil.

„Entscheidend ist nicht die Fallgeschwindigkeit, sondern die Dauer der Krise“, erläuterte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Um ein Verharren im Abschwung zu vermeiden, empfahl Schnappauf, vor allem anderen den Finanzmarkt neu zu ordnen.

Ähnlich argumentierte BDI-Präsident Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel, der angesichts des morgigen Wirtschaftsgipfels im Kanzleramt vor einem neuen Konjukturpaket warnte. „Wir können nicht mit öffentlichen Mitteln gegen die Krise anfinanzieren“, sagte Keitel. „Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen.“ Angesichts der Liquiditätsengpässe der Unternehmen forderte der BDI-Präsident Änderungen des Steuerrechts. So soll der Zinsabzug von 30 auf 50% erhöht werden und ein Ebitda-Vortrag eingeführt werden.

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