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Fit für die Zeit nach der Krise – Vernetzung von Fertigungsanlagen

 

22.09.2009 | Autor: Wolfgang Faulhaber

 

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Mikrostopps sind nach der Definition des Stanzbetriebes kurze und häufig wiederkehrende Produktionsunterbrechungen, die im Produktionsalltag leicht untergehen. Verursacht werden sie gewöhnlich durch die immer komplexer werdende Maschinen- und Werkzeugabstimmung oder durch fehlerhafte Einstellungen in der Anlagenperipherie. Als Beispiel hierfür sei eine nicht korrekt justierte Auswurfkontrolle genannt, die pro Stunde 2 bis 3 Fehlabschaltungen verursacht.

Mikrostops werden zu wenig beachtet

Während die gewichtigeren Produktionsprobleme sofort erkannt und nach Möglichkeit abgestellt werden, kann man sich an diese Mikrostopps gewöhnen und schleppt sie ohne weitere Beachtung von Schicht zu Schicht mit. Bei großen Serien und hohen Hubzahlen pro Minute verursachen diese Mikrostopps erhebliche Differenzen zwischen dem geplanten Soll und dem erzielten Ist in der Produktion, die folgerichtig erst in der Nachkalkulation aufgedeckt werden können. „Doch dann ist es zu spät und eine Rekonstruktion des Ablaufes nahezu unmöglich“, erklärt Fickel.

Über die Erfassung und Visualisierung der Mikrostopps hinaus kommt der effektiven Rüstzeit beim Stanzen eine entscheidende Rolle zu. Stanzwerkzeuge sind oft sehr komplex und nicht einfach einzurichten. Die durchschnittlichen Rüstzeiten eines komplexen Folgeverbundwerkzeuges erstrecken sich von 15 min im günstigsten Fall bis hin zu mehreren Stunden oder Tagen im Extremfall.

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Korrekte Erfassung der Rüstzeiten für Kostenkalkulation unabdingbar

Besonders für kleinere Losgrößen gilt: Was am Anfang verloren geht, kann während der Produktion nicht mehr aufgeholt werden. Umso wichtiger ist für den Stanzbetrieb eine automatisch und zuverlässig erfasste Rüstzeit pro Fertigungsauftrag. So lassen sich zum einen die Rüstvorgänge gezielt optimieren, und zum anderen erhält der Nutzer durch die tatsächlich benötigten Rüstzeiten exakte Daten für die Nachkalkulation.

Die Amberger Werkzeugbau GmbH hat sich bei der MES-Auswahl für das System SK-go! aus dem Hause Schwer + Kopka entschieden. Mit SK-go! werden alle Produktionsdaten der Maschine automatisch über die Maschinensteuerung erfasst.

Selbst kleinste Produktionsunterbrechungen wie die eingangs erwähnten Mikrostopps werden in die Datenbank eingetragen und zu aussagekräftigen Auswertungen zusammengefasst. Wird der geplante Auftragsfortschritt durch Mikrostopps unverhältnismäßig verzögert, werden der Maschinenbediener und die Produktionsleitung in Echtzeit informiert.

MES-System erfasst Rüstzeiten automatisch

Die Rüstzeiten werden ebenfalls automatisch erfasst und mit den im ERP-System (Enterprise Resource Planning) hinterlegten Rüstsollwerten abgeglichen. Veraltete oder falsch hinterlegte Sollvorgaben werden schon bei Auftragsbeginn systematisch aufgedeckt.

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Redakteur/Autor: Dietmar Kuhn
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