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VDMA

Schwacher Inlandsmarkt verdirbt Maschinenbauern den Jahresauftakt

 

04.03.2010 | Redakteur/Autor: Stéphane Itasse

 

Die Auftragseingänge im deutschen Maschinen- und Anlagenbau kommen nicht voran: Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Januar 2010 um real 3% unter dem Ergebnis des Vorjahres, wie der VDMA am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilt. Vor allem der deutsche Markt habe sich schwach entwickelt.


Während das Auslandsgeschäft schon wieder anzieht, leiden die deutschen Maschinenbauer noch unter der Flaute im Inland. Daten: VDMA
Während das Auslandsgeschäft schon wieder anzieht, leiden die deutschen Maschinenbauer noch unter der Flaute im Inland. Daten: VDMA
Das Inlandsgeschäft sank um 17%, heißt es weiter. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 6% im Vergleich zum Vorjahresniveau. Im Dreimonatsvergleich November 2009 bis Januar 2010 ergibt sich insgesamt ein Minus von 3% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Minus von 10% und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 2%.

„Der Jahresauftakt im Bestelleingang des deutschen Maschinen– und Anlagenbaus fiel bescheiden aus. Das relativ erfreuliche Orderniveau vom Dezember konnte im Januar nicht gehalten werden“ kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. Möglicherweise spiele hier auch eine Rolle, dass viele Firmen wegen der nach wie vor niedrigen Kapazitätsauslastung im Januar 2010 noch ungewöhnlich lange geschlossen waren.

Die Tendenz der letzten Monate werde dadurch allerdings nicht außer Kraft gesetzt. „Es geht mühsam, aber eben nicht schnell, von der Talsohle aus wieder nach oben“, gab sich Dr. Wiechers optimistisch.

Bei den einzelnen Fachzweigen profitieren vor allem die Bereiche, die früh und heftig in die Krise geraten sind, sagte der VDMA-Chefvolkswirt im Gespräch mit MM Maschinenmarkt Online, sowie die Fachzweige, die außerhalb des Euro-Raums besonders aktiv seien. Deutliche Zuwächse, wenn auch von einem sehr niedrigen Niveau aus, würden vor allem die Textilmaschinen, die Bekleidungs- und Ledertechnik sowie die Kunststoff- und Gummimaschinen verzeichnen.

Außerdem gehe es bei den klassischen Zulieferern wie der Antriebstechnik oder der Fluidtechnik wieder aufwärts. Hier würden die Unternehmen von Lagereffekten profitieren, wie Dr. Wiechers sagte.

Auf der anderen Seite gehe der Rückgang in den Fachzweigen weiter, bei denen der Abschwung erst spät eingesetzt habe. Dr. Wiechers nannte hier die Bereiche Power Systems (Turbinen), verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Landtechnik sowie Aufzüge und Fahrtreppen.

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