02.03.11 | Redakteur: Stéphane Itasse
Für die deutschen Maschinenbauer war es ein Jahresauftakt nach Maß: Um 46% lag der Auftragseingang im Januar 2011 über dem Ergebnis des Vorjahres, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) e.V. am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilt. Im Inland ging es sogar noch steiler nach oben.
Das Inlandsgeschäft stieg um 53, bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 42%. Im Dreimonatsvergleich November 2010 bis Januar 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 44% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 38% und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 47%.
„Im Januar präsentierte sich der Auftragseingang im Maschinenbau weiterhin dynamisch. Besonders erfreulich lief die Inlandsnachfrage“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. Großanlagengeschäfte hätten zusätzliche Impulse für ein ohnehin gut laufendes „Grundgeschäft“ gebracht. „Im Dreimonatsvergleich von November bis Januar schreiben lediglich drei Branchen vergleichsweise kleine Minusraten“, sagte Wiechers weiter: Betroffen waren die Fachzweige Bergbaumaschinen, Bekleidungs- und Ledertechnik sowie Verfahrenstechische Maschinen und Apparate.
„Alle anderen Fachzweige waren mit zwei- oder dreistelligen Wachstumsraten im Plus“, berichtete der VDMA-Chefvolkswirt im Gespräch mit MM Maschinenmarkt Online. Besonders stark gewachsen seien die Werkzeugmaschinen, Turbinen (Power Systems), die Holzbearbeitungsmaschinen und die Textilmaschinen.
Mit einer Kapazitätsauslastung von 86,4% lagen die deutschen Maschinenbauer leicht über dem langjährigen Mittelwert von 86%, wie Wiechers sagte: „Im Durchschnitt liegt der Maschinenbau im optimalen Bereich, es gibt allerdings große Abweichungen bei den einzelnen Fachzweigen.“ Teilweise komme es auch zu Liefer- und Kapazitätsengpässen.
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