08.06.12 | Redakteur: Jürgen Schreier

Die Exporte der bayerischen Metall- und Elektroindustrie haben im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert erreicht. Sie stiegen um 12 % auf 105,5 Mrd. Euro. Für 2012 erwartet die bayerische Metall- und Elektroindustrie jedoch eine deutliche Verlangsamung der Exporte.
Bayme-VBM-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Konjunkturschwäche in der Eurozone hat sich bei den bayerischen Metall- und Elektroausfuhren bereits bemerkbar gemacht. Die dynamische Entwicklung der Exporte in die Schwellenländer konnte dies im letzten Jahr jedoch noch mehr als kompensieren.“
Für das laufende Jahr ist Brossardt pessimistischer: „Die Rezession in der Eurozone wird die Nachfrage nach bayerischen Metall- und Elektroprodukten weiter dämpfen. Auch in den Schwellenländern lässt die Dynamik nach. Deshalb gehen wir von einem deutlich schwächeren Exportwachstum aus." Brossardt weiter: „Das stimmt bedenklich für die Entwicklung des bayerischen Exports insgesamt.“
Im vergangenen Jahr war China erstmals wichtigstes Exportland. 12,4 % aller bayerischen Metall- und Elektroausfuhren entfielen auf das Reich der Mitte, das damit die USA (11,9 %) vom ersten Platz verdrängt hat. Das geht aus einer Analyse der Metall- und Elektroxporte des Jahres 2011 durch die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände Bayme VBM hervor. Metall- und Elektroprodukte machten im vergangenen Jahr zwei Drittel aller bayerischen Ausfuhren aus.“
Die bayerischen Metall-und Elektroexporte in die sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) nahmen mit 25,3 % im vergangenen Jahr erneut besonders stark zu. Ausgesprochen deutlich stiegen die Exporte nach Russland (+52,6 %), das damit auf Platz 10 der wichtigsten Exportländer für die bayerische Metall- und Elektroindustrie vorrückte.
Die Metall- und Elektroausfuhren in die USA und nach Japan stiegen jeweils um 11,5 %. Die Ausfuhren in die Euro-Staaten legten lediglich um 6,6 % zu. Regelrecht eingebrochen sind die Metall- und Elektroexporte nach Portugal (-22,8 %) und Griechenland (-20,5 %).
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