Kunststoffindustrie

Mit Vericolor-Technik Farben verifizieren und identifizieren

 

11.02.2008 | Redakteur/Autor: Jürgen Schreier

 

Das Vericolor-System stellt ein neues Verfahren zur Verifizierung und Identifizierung von Farben dar. Es verknüpft die berührungslose Messung mit der Strapazierfähigkeit industrieller Sensoren und der Genauigkeit von Laborspektralphotometern, wie X-Rite Deutschland berichtet.


Verschiedene Beispiele von Bauteilen, bei denen Vericolor erfolgreich eingesetzt wird. Bilder: X-Rite Deutschland
Verschiedene Beispiele von Bauteilen, bei denen Vericolor erfolgreich eingesetzt wird. Bilder: X-Rite Deutschland
Vericolor ist ein berührungslos messendes System, das unabhängig vom Umgebungslicht misst und eine sehr geringe Abstandsempfindlichkeit zur Probenoberfläche aufweist. Das Messsystem besteht aus einer Basiseinheit und bis zu sechs weiteren Sensorköpfen sowie einer auf Windows-basierenden Software. Das System kann allein verwendet werden oder in andere Automatisierungs- und Informationssysteme integriert werden.

Patentierte hochauflösende Farbtechnik

Das Vericolor-System zur hochauflösenden Farbbestimmung ist patentiert und verwendet in der Grundversion acht verschiedene Wellenlängen zur Messung der Farbe. Acht LEDs beleuchten die Proben mit überlappenden Farbspektren und erlauben die Identifizierung jeder praktisch vorkommenden Farbe. Während die Messdaten von Spektralphotometern und üblichen industriellen Sensoren durch das Umgebungslicht stark beeinflusst werden können, ist die Messung mit dieser Entwicklung nahezu unabhängig vom Umgebungslicht.

Das Vericolor-System ist ebenfalls sehr tolerant gegenüber Abstandsvariationen zwischen dem Sensorkopf und der Probenoberfläche. Für sehr hohe Genauigkeitsanforderungen gibt es das Vericolor-Spectro, welches die Probe im sichtbaren Bereich an 31 Stützstellen vermisst und eine spektrale Auflösung von 10 nm erreicht. Die Messwerte werden hier im CIE-Lab-Format ausgegeben. Mit dieser Technik können selbst minimale Farbdifferenzen auf variierenden Oberflächen unterschieden werden. Weiterhin können Probleme mit metameren Farben vermieden werden, bei denen der Farbeindruck des Betrachters stark vom jeweiligen Umgebungslicht abhängt.

Robustes Design für Langzeiteinsätze in der Industrie

Das Vericolor-System ist für den Einsatz unter Industriebedingungen entwickelt worden. Es benötigt weder eine Neu-Kalibrierung noch einen anderen Service. Das System unterliegt weder Abnutzungserscheinungen noch können mechanische Fehler auftreten, lediglich die Sensorlinse muss sauber gehalten werden.

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Die Zukunft der industriellen Farbverifizierung

Wenn man den Prognosen der Industrie folgt, so wird der Trend zu einem ILVS-Produktionsverfahren (ILVS = In-Line-Vehicle System) in den nächsten Jahren noch weiter ausgebaut. Zusätzlich werden, bedingt durch die Globalisierung in der Produktions- und Zulieferkette, kleine Störungen im Zulieferprozess eine immer größere Wirkung auf die Produktivität haben.

Diese und weitere Trends werden dafür sorgen, dass die Notwendigkeit zu einer immer intensiveren Fehlerkontrolle im Zulieferprozess zunimmt. Auch wird es weitere Software-Entwicklungen geben, welche die Fähigkeiten der vorhandenen Sensoren noch stärker auswerten. Beispielsweise ist es in der neuesten Vericolor-Software möglich, Pass-Fail-Bewertungen mit individuellen Toleranzen für Farb- und Helligkeitsabweichungen durchzuführen.

Präzisionsmessung mit 10 nm spektraler Auflösung

Das Vericolor-Spectro vermisst die Probe im sichtbaren Bereich an 31 Stützstellen und erreicht eine spektrale Auflösung von 10 nm. Die Messwerte werden im CIE-Lab-Format ausgegeben.

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