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Lagerprozesse steuern mit Wägetechnik

 

03.06.2009 | Redakteur/Autor: Volker Unruh

 

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In den letzten Jahren hat die Wägetechnik in der Logistik eine immer bedeutendere Rolle bekommen. Allerdings gewinnt für die Integration der Technik logistisches Prozess-Know-how und Schnittstellenkompetenz immer mehr an Gewicht.


In logistischen oder Produktionsprozessen müssen die von einer Waage ermittelten Daten mit denen anderer Messinstrumente oder Sensoren so zusammengeführt werden, dass es für diese Prozesse sinnvoll ist.
In logistischen oder Produktionsprozessen müssen die von einer Waage ermittelten Daten mit denen anderer Messinstrumente oder Sensoren so zusammengeführt werden, dass es für diese Prozesse sinnvoll ist.
Die Rolle der Wägetechnik hat sich für die Logistik in den letzten Jahren stark verändert. Immer häufiger halten solche Systeme Einzug in die allgemeinen Prozesse des Warehouse-Management, aber auch in die dynamischen Abläufe in den Verteilzentren der Kurier-, Express- und Paket-(KEP)-Dienstleister.

Dabei geht es im Wesentlichen um die Datenerfassung vom Wareneingang über den Kommissionierbereich bis zum Warenausgang. Für alle diese Bereiche werden spezifische Anforderungen an die Technik gestellt. Vor allem bei KEP-Dienstleistern und Kleinteilelieferanten werden zur Produktidentifikation immer öfter Wägesysteme eingesetzt, die fest in die Fördertechnik integriert sind. Die Aufgabe der einschlägigen Hersteller und Anbieter solcher Systeme ist es dann, Hard- und Software in das Gesamtsystem zu integrieren. Somit hat sich auch der Tätigkeitsbereich dieser Unternehmen von dem des reinen Produzenten hin zu dem des Systemintegrators erweitert.

Von Wägetechnikern wird Prozess-Know-how erwartet

Vom messtechnischen Gesichtspunkt her spielt die Waage an sich inzwischen eine eher untergeordnete Rolle, es sei denn, der Endkunde, also Anwender, hat sehr hohe Anforderungen an die Wägegenauigkeit. Vor allem aber geht es darum, wie die von einer Waage ermittelten Daten mit denen anderer Messinstrumente oder Sensoren so zusammengeführt werden, so dass es für einen logistischen Prozess sinnvoll ist.

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An dieser Stelle ist sehr viel Know-how gefragt. Ein Beispiel: An einem typischen Wareneingang kommt eine Lieferung an. Die wird auf eine Waage gelegt, mit der das Ist-Gewicht gemessen wird. Daraufhin wird eine Identifikation erstellt und ein Soll-Gewicht für die weiteren Schritte errechnet. Diese Daten sind grundlegend für die ganze Dokumentation und damit für den weiteren logistischen Prozess, den diese Lieferung noch durchläuft.

Dabei ist die Waage neben Kameras und anderen Datenerfassungsgeräten nur einer von vielen Sensoren in einem logistischen Prozess. Die wägetechnische Umsetzung an sich ist relativ unspektakulär, meist werden einfache, sogenannte Single-Point-Wägezellen eingesetzt, die nicht unbedingt zur High-End-Technik zählen.

Die eigentliche Aufgabe ist es, alle diese oft unterschiedlich erfassten Daten zusammenzuführen und sie der Lagerverwaltung oder der Warenwirtschaftsebene und dem Management dahinter verfügbar zu machen. Daher arbeiten Wägetechnikanbieter mit vielen Softwareunternehmen und Anlagenbauern zusammen, um ihren Kunden ein gesamtes Prozessbild, eine wirkliche Wertschöpfungsebene, bereitzustellen.

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