Automatica 2012

Bei kleinen Serien erfolgreich automatisieren

23.03.12 | Redakteur: Jürgen Schreier

Automobilhersteller und -zulieferer sind mit einem Anteil von über 50% die größten Kunden und Treiber für Montage- und Handhabungstechnik, Robotik sowie industrielle Bildverarbeitung. (Bild: Messe München)
Automobilhersteller und -zulieferer sind mit einem Anteil von über 50% die größten Kunden und Treiber für Montage- und Handhabungstechnik, Robotik sowie industrielle Bildverarbeitung. (Bild: Messe München)

Automobilhersteller und -zulieferer sind mit einem Anteil von über 50% die größten Kunden und Treiber für die Automatisierungstechnik. Umgekehrt ist Automatisierung die Basis ihres Erfolgs. Wichtige Automotive-Trends präsentiert die Automatica 2012 vom 22. bis 25. Mai auf dem Gelände der Neuen Messe München.

Ein Blick auf die Straßen oder in die Showrooms der Autohändler zeigt es: Die Automobilhersteller bieten immer mehr Varianten der gleichen Basismodelle an. Dadurch werden die Stückzahlen jedes einzelnen Modells geringer. Das erfordert immer flexiblere Automatisierungslösungen – ein zentrales Thema für die Robotik-Hersteller auf der Automatica. Ein Schlüssel liegt in der Software: Die Programmierung der Roboter und Roboterlinien wird erheblich vereinfacht und intuitiver gestaltet, sodass Umstellungen einfacher und schneller vorgenommen werden können.

Zu Vereinfachung und Flexibilität sollen auch die Vereinheitlichung und Integration von Funktionen beitragen. Wo bislang – zu nennen wäre hier das Kleben – Klebepistole, Roboter und Fördertechniken mit eigenen, separaten Steuerungen daherkamen, werden zunehmend alle drei unter dem Dach einer einzigen Steuerung vereint. Schnittstellen und Komplexität fallen somit weg.

Automatisiertes Kleben ermöglicht ausgefeilten Leichtbau

Das automatisierte Kleben im Automobilbau wird für die Automatisierer immer wichtiger. Diese Fügetechnik erfährt einen weiteren Schub durch die Forderungen nach Kraftstoffeinsparungen und Elektrofahrzeugen. Für beides ist ein ausgefeilter Leichtbau erforderlich. Dort kommen Materialien zum Einsatz, die sich gar nicht schweißen lassen, wie etwa Kunststoffe und Verbundwerkstoffe. Interessant wird es auch für Materialkombinationen, die sich zumindest nicht mit „klassischen“ Schweißverfahren verbinden lassen, wie zum Beispiel Stahl und Aluminium.

Ein völlig neues Feld, auf dem sich Robotikanbieter ebenso wie Unternehmen der Montage- und Handhabungstechnik erst einarbeiten müssen, ist die Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge. Denn zu so großen Einheiten wie für den Elektroantrieb wurden Lithium-Ionen-Zellen zuvor nicht kombiniert. So kommen Gleichspannungen zwischen 200 und 400 Volt zustande, die neue Sicherheitsmechanismen auch in der Produktion erfordern.

Automatica Forum beleuchtet Batteriefertigung

Die Batteriefertigung, die Elektromobilität allgemein sowie verschiedene Leichtbauthemen der Automobilindustrie werden auch von den Referenten des Automatica Forums beleuchtet, das täglich in Halle B1 stattfindet. Am 23. Mai ist Automotive-Tag, dann widmet sich das Forum den ganzen Tag den Herausforderungen für die Automotive-Industrie als eine der traditionellen Kernbranche für Robotik und Automation.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 32647690) | Fotos: Messe München