Parts2clean

Teilereinigung sichert Produktqualität und Wettbewerbsfähigkeit

08.08.2008 | Autor / Redakteur: Doris Schulz / Josef-Martin Kraus

Die diesjährige Fachmesse Parts2clean wird größer sein als je zuvor. Schon Anfang 2008 war die Ausstellungsfläche des Vorjahres gebucht.

Ob partikelförmige oder filmbildende Verschmutzung, Späne oder Fingerabdrücke – werden Fremdstoffe von Werkstückoberflächen nicht anforderungsgerecht entfernt, können sie zu kostspieligen Ausschuss, aufwändiger Nachbearbeitung oder imageschädigenden Reklamationen führen. Wie eine effiziente Teilereinigung aussieht, darüber informiert die Fachmesse Parts2clean vom 28. bis 30. Oktober 2008 in Stuttgart.

Weil es kein Patentrezept für die wirtschaftliche Erzielung vorgegebener Sauberkeitsanforderungen gibt, erfordert jede Reinigungsaufgabe eine individuell abgestimmte Lösung aus Verfahrenstechnik, Reinigungsmedium und -behältnis. Ob Werkstücke als Schüttgut oder gesetzte Ware im Batchprozess gereinigt werden, hängt einerseits von deren Geometrie und Empfindlichkeit, andererseits von der geforderten Reinheit ab.

In beiden Fällen unterstützt ein Reinigungsbehältnis, in dem die Teile von allen Seiten gut vom Reinigungsmedium umspült werden, den Prozess (Bild 1). Diese gute Zugänglichkeit zahlt sich auch bei der erforderlichen Trocknungszeit sowie einer geringeren Medienverschleppung aus, so dass kürzere Zykluszeiten beziehungsweise ein höherer Durchsatz und längere Badstandzeiten möglich sind.

Einzelteilreinigung zur gezielten Behandlung bestimmter Werkstückbereiche

Bei Teilen mit komplexer Geometrie und hohen Reinheitsanforderungen bietet sich die Einzelteilreinigung im Nassprozess mit wässrigen Reinigern oder Lösemitteln an. Sie ermöglicht die gezielte Behandlung von Kanälen, Bohrungen, Hinterschneidungen und Funktionsoberflächen. Neben diesen Gründen spricht die Vermeidung von Beschädigungen durch unnötiges Teilehandling für die Einzelteilreinigung.

Müssen Teile nicht nur gereinigt, sondern auch entgratet werden, stehen flexible Anlagen zur Verfügung, in denen die Werkstücke sowohl hochdruckentgratet, bürst- oder werkzeugentgratet als auch gereinigt werden (Bild 2). Ein neues Lanzenführungssystem für das Hochdruckentgraten ermöglicht nicht nur die einfache Anpassung an unterschiedliche Werkstückgeometrien, sondern bietet im Vergleich zu herkömmlichen Robotersystemen auch Kostenvorteile (Bild 3).

Denn bei dieser Neuentwicklung wird die Lanze durch ein geometrisch ausgeklügeltes Scheibensystem über der Bohrung oder Kante positioniert, kann dadurch passgenau an den Grat heranfahren und ihn mit hohem Wasserdruck entfernen.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 265511) | Archiv: Vogel Business Media