Ifo-Institut

Wirtschaftsklimaindikator für den Euroraum sinkt weiter

13.08.2008 | Redakteur: Jürgen Schreier

Das ifo-Wirtschaftsklima für den Euroraum hat sich im dritten Quartal 2008 zum vierten Mal in Folge verschlechtert. Der Rückgang des ifo-Indikators resultiert sowohl aus weniger positiven Urteilen zur gegenwärtigen Wirtschaftslage als auch aus deutlich pessimistischeren Erwartungen für die nächsten sechs Monate.

Das Wirtschaftsklima hat sich im dritten Quartal 2008 in fast allen Ländern des Euroraums weiter eingetrübt. Besonders negativ fielen die Urteile zur derzeitigen wirtschaftlichen Situation in Italien, Spanien, Portugal, Irland und Belgien aus. Weiterhin günstig wird die aktuelle Wirtschaftslage jedoch in Finnland, Österreich, Deutschland und den Niederlanden beurteilt. In den nächsten sechs Monaten wird sich nach Ansicht der WES-Experten die konjunkturelle Verlangsamung in allen Ländern des Euroraums weiter fortsetzen.

US-Dollar gilt als unterbewertet

Die Inflationserwartungen für 2008 liegen mit 3,6% noch stärker über der Zielmarke der EZB als Anfang des Jahres (2,5%). Anders als bei der vorangegangenen Umfrage erwarten die WES-Experten einen Anstieg der Leitzinsen im Laufe der nächsten sechs Monate. Im Vergleich zum Euro wird der US-Dollar als unterbewertet eingeschätzt; in den kommenden sechs Monaten wird eine, wenn auch nur leichte, Aufwertung des US-Dollar erwartet. Auch der japanische Yen und sogar das britische Pfund werden gegenüber dem Euro als unterbewertet bezeichnet.

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