Maschinenbau 2009

Leichter Rückgang der Produktion

16.02.2009 | Redakteur: Ken Fouhy

Wie lange die durch die Finanzkrise verursachte Rezession noch dauern wird, konnte VDMA-Verbandspräsident Manfred Wittenstein am vergangenen Dienstag nicht sagen. Aber eine Prognose

Wie lange die durch die Finanzkrise verursachte Rezession noch dauern wird, konnte VDMA-Verbandspräsident Manfred Wittenstein am vergangenen Dienstag nicht sagen. Aber eine Prognose über das Ausmaß des Abschwunges für die deutschen Maschinenbauer wagte der Verbandspräsident auf der Jahrespressekonferenz des VDMA in Frankfurt. Sie ist mit einem Produktionsminus von 7% für 2009 erfreulich milde ausgefallen. Somit würde die Branche in diesem Jahr wieder auf dem Produktionsniveau von 2007 landen: dem Jahr, das nach 2008 das erfolgreichste in der Geschichte des deutschen Maschinenbaus war.

Ob der Abschwung 6, 12, 18 oder mehr Monate währen wird, kann keiner vorhersagen. Aber er wird sicherlich nicht so lange andauern wie die Phase des ununterbrochenen Wachstums über fünf Jahre, die wir bis zum 3. Quartal 2008 erlebt haben. In dieser Zeit ist der Produktionswert in Deutschland um 39% auf 194 Mrd. Euro gestiegen und es wurden mehr als 100 000 neue Arbeitsplätze im Maschinenbau geschaffen.

Insgesamt rechnet Wittenstein mit einem Stellenabbau in der Kernbelegschaft von etwa 25 000. „Das ist wohlgemerkt weniger als die 2008 vom Maschinenbau geschaffenen 40 000 zusätzlichen Arbeitsplätze“, relativiert er. Und die meisten Unternehmer werden alles tun, um die Stammbelegschaften zu halten. Nur so können sie den nächsten Aufschwung gleich von Anfang an nutzen. Denn der Fachkräfte- und Ingenieurmangel, den Deutschland in den letzten Jahren erlebt hat, hat merklich als Wachstumsbremse gewirkt.

Einige Teilbranchen des Maschinenbaus wie Textil-, Druck- oder Werkzeugmaschinen werden viel stärkere Produktionsrückgänge haben als es die VDMA-Gesamtprognose vorhersagt — minus 15% lautet zum Beispiel die aktuelle VDW-Prognose für Werkzeugmaschinen. Manche Bereiche des Maschinenbaus werden in diesem Jahr sogar weiter wachsen. Vor allem die Energietechnik und die Bergbaumaschinen werden als Hoffnungsbranchen genannt, aber auch in der Antriebstechnik, der Verfahrenstechnik oder bei Landmaschinen gibt es Wachstumsfelder.

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