30.03.11 | Autor / Redakteur: Daniel Decker / Josef Kraus

Eine kontinuierliche Badüberwachung ermöglicht, die Stichprobenintervalle für teure, zeitaufwendige Restschmutzanalysen im Labor zu verlängern, ohne den optimalen Zeitpunkt für den Badwechsel in der Teilereinigung zu verpassen. In bestimmten Fällen kann auf die Laboranalysen sogar ganz verzichtet werden.
In der industriellen Teilereinigung ist der Begriff der Sauberkeit insgesamt noch unzureichend definiert. Mit der VDA Band 19 gibt es jedoch inzwischen eine erste Norm, die zumindest die partikulären Verunreinigungen und deren Nachweis beschreibt. Besonders in der Automobilindustrie ist diese Norm eine Grundlage für viele Liefervorschriften und Qualitätsstandards.
Wird ein Zulieferer aufgefordert, die vorgegebenen Qualitätsanforderungen einzuhalten, muss er in der Lage sein, die Bauteilsauberkeit nach der entsprechenden Norm zu prüfen. Das ist häufig nur mittels hoher Investitionen in Laborgeräte und Personal zu erreichen.
Eine durchschnittliche Untersuchung der technischen Sauberkeit eines Bauteils kostet etwa 200 Euro und dauert mehrere Stunden. Folglich ist jedem klar, dass diese Prüfung nur stichprobenartig stattfinden kann und einen enormen Aufwand bedeutet.
Das Problem jeder Stichprobenprüfung ist, dass die Bauteile zwischen den Stichproben nicht geprüft werden und sich somit deren Qualität nicht nachweisen lässt. Man geht davon aus, dass – wenn man den Zeitraum zwischen den Stichproben kurz genug wählt – die Prozessparameter konstant sind und somit auch das Reinigungsergebnis immer dasselbe ist. Nur mit dieser Argumentation kann eine Stichprobenkontrolle einer Qualitätsprüfung standhalten.
Das bedeutet aber, je kürzer die Zeit zwischen den Stichproben ist, umso höher ist der Kostenaufwand. Teilweise fallen so mehrere 10.000 Euro pro Jahr für die Prüfung eines Bauteils an.
Was wäre also, wenn man die Zeit zwischen den Stichproben verlängern könnte? Was wäre, wenn man die Stichproben an eine Veränderung der Prozessparameter bindet? Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach: Man könnte viel Geld sparen.
Um jene Zeitspanne zu verlängern, muss der Anlagenbetreiber zwingend nachweisen, dass zwischen den Stichproben die Prozessparameter konstant sind oder zumindest innerhalb des vorhergesagten Rahmens bleiben. Genau das kann das Messsystem Libelle Fluid Control des Kompetenzzentrums Libelle praecisio der BVL Oberflächentechnik GmbH leisten (Bilder 1 und 2 – siehe Bildergalerie).
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