05.04.2011 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Müssen oberflächenempfindliche, geometrisch komplexe Bauteile entgratet, geschliffen, verrundet und poliert werden, bringt der Anlagenhersteller Rösler das Schleppfinish-Verfahren ins Spiel. In der Luftfahrttechnik wird damit erfolgreich gearbeitet.
So setzt man bei der Bearbeitung von Turbinenbauteilen auf diese besondere Form des Gleitschleifens. Für diese Anwendung hat Rösler Großanlagen entwickelt. Kennzeichnend für diese Schleppfinish-Anlagen sind ein Arbeitsbehälter mit 2,5 bis 3 m Durchmesser und die Ausstattung mit bis zu zwölf Arbeitsspindeln.
Am anderen Ende des Anlagenspektrums stehen Kleinanlagen. Diesen Bereich decken bei Rösler seit Kurzem Kompaktanlagen mit 1,4 m² Stellfläche ab. Sie wurden nach dem Plug-and-play-Prinzip für kleinere Bauteilabmessungen konzipiert. Laut Aussteller sorgt das bei Kleinserien und einzelnen Werkstücken für hohe Flexibilität.
In Halterungen gespannt werden die Teile beim Schleppfinish-Verfahren rotierend um die eigenen Achsen durch ein Bett aus Schleif- oder Polierkörpern gezogen. Dabei gleitet eine Vielzahl kleiner Schleif- oder Polierwerkzeuge automatisch an den eingetauchten Oberflächen entlang.
Dieses Bearbeitungsprinzip wird laut Rösler besonders erfolgreich im Bereich der orthopädischen Implantatbearbeitung angewendet. Grobschleifen, Feinschleifen und Spiegelglanzpolieren sind damit auch möglich. Das Ergebnis sei eine besonders niedrige Oberflächenrauheit.
Immer häufiger stellt der Aussteller jedoch auch die Anwendung als Substitutionsverfahren fest: zum Schleifen und Polieren mit Handwerkzeugen oder Robotern und zur Bearbeitung mit geführten Schleifwerkzeugen in Bearbeitungszentren.
Rösler Oberflächentechnik GmbH auf der Hannover-Messe 2011: Halle 6, Stand D15
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