Zippel

Mit Durchlaufanlagen wird die Teilereinigung unkompliziert

21.09.2011 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Die Durchlaufreinigungsanlage ZD-4500-RASTK arbeitet als einbahniges Spritzsystem. Sie umfasst die Prozesse Reinigen, Abblasen, Spülen, Trocknen und Kühlen. Bild: Zippel

Steigende Stückzahlen und variierende Fördertechnik erfordern technisch innovative Reinigungssysteme. Mit weiterentwickelten Durchlaufreinigungssystemen reagiert der Anlagenhersteller Zippel auf steigende Stückzahlen und variierende Fördertechnik. Ziel dieser Entwicklungen ist die unkomplizierte Integration in bestehende Fertigungsprozesse, wie das Unternehmen in Hannover auf der EMO 2011 zeigt.

Unter Berücksichtigung der Reinigungszonen können die Taktzeiten den vor- oder nachgeschalteten Maschinen angepasst werden. Somit werden Fertigungsprozesse weder unterbrochen noch verzögert. Aus diesem Grund hat Zippel die Durchlaufreinigungsanlage ZD-4500-RASTK als einbahnige Spritzanlage konzipiert, die fünf Prozessstufen umfasst: Reinigen, Abblasen, Spülen, Trocknen und Kühlen.

Die maximale Badtemperatur beträgt rund 65 °C. Für die Anlagenfertigung wurden Edelstahl 1.4301 und andere rostfreie Werkstoffe verwendet.

Teilereinigungsanlage ohne Verrohrung ins Freie

Zur Reinigung werden die Bauteile auf einem kurvengeführten O-förmigen Fördersystem mit Werkstückaufnahmen, die mit einer Rollenkette verbunden sind, im Durchlaufprinzip taktend durch die Anlage transportiert. Die Beschickung erfolgt automatisch.

Am Ein- und Ausgang befindet sich die Schwadenabsaugung ZUT, die Zippel entwickelt hat und patentieren ließ. Sie verhindert einen übermäßigen Dampfaustritt bei der Bauteilbeschickung und -abgabe. Dabei ist eine Verrohrung über das Dach ins Freie überflüssig. Die Dampfschwaden werden aus der Reinigungskammer entfernt und mittels Kältefalle kondensiert.

Tauchheizstäbe halten Betriebstemperatur während der Teilereinigung konstant

Die Reinigungsflüssigkeit wird mithilfe elektrischer Tauchheizstäbe auf die gewünschte Betriebstemperatur gebracht, die während der gesamten Prozessdauer gehalten wird. Über spezifisch angeordnete Düsen erfolgt die Spritzreinigung, Dazu werden die Teile außen und innen mit der Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt. Danach durchlaufen die Teile die Abblaszone, um eine Verschleppung des Mediums zu reduzieren.

Wie die Reinigung erfolgt die Spülung mit einer Badtemperatur von 65° C. Der Spritzdruck beträgt dabei 3 bar. Während der Trocknung werden die Teile mit warmer Luft und hoher Strömungsgeschwindigkeit beaufschlagt. In der Kühlzone sinkt die Bauteiltemperatur auf den für nachfolgende Prozesse notwendigen Wert. Für die Abkühlung der Teile kommt die Zippel-Umluft-Trocknung als Kältemaschine zur Anwendung.

Teilereinigungsanlage reinigt Flüssigkeiten während der Betriebs

Um die Standzeiten der Reinigungs- und Spülflüssigkeiten so groß wie möglich zu halten, werden sie während des Betriebs gereinigt. Durch einen Spänesieb wird das Wassers von grobem Schmutz getrennt. Die Filterung erfolgt in manuell umschaltbaren Feinfiltern, sodass eine Reinigung bei laufender Anlage gewährleistet ist. Zur Kontrolle des Grenzdrucks ist eine elektronische Differenzdruckanzeige installiert.

Zippel auf der EMO Hannover 2011: Halle 6, Stand J10

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