VDMA

Deutschland führt die Rangliste der Oberflächentechnik-Nationen an

18.04.2007 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Hannover (jk) – Deutschland ist Exportweltmeister bei Maschinen und Anlagen für die Oberflächentechnik. Das gab Reiner Eberhardt, Vorsitzender des Vorstands der Fachabteilung Oberflächentechnik

Hannover (jk) – Deutschland ist Exportweltmeister bei Maschinen und Anlagen für die Oberflächentechnik. Das gab Reiner Eberhardt, Vorsitzender des Vorstands der Fachabteilung Oberflächentechnik im VDMA auf der Messe bekannt. Mit einem Welthandelsanteil von 28% führe Deutschland die Länder-Rangliste in der Oberflächentechnik deutlich an – vor den USA und Japan.

Somit sei der Export eine wichtige Stütze für das Wachstum der Oberflächentechnik in Deutschland, resümierte Eberhardt. So hat sich nach Schätzung der VDMA-Fachabteilung der Umsatz der Lackiertechnik hierzulande im Jahr 2006 auf 2,5 Mrd. Euro erhöht – nach Zuwachsraten von 10% seit 2005. In der industriellen Plasma-Oberflächentechnik stieg in diesem Zeitraum der Umsatz gar um 75% auf über 1 Mrd. Euro.

Einen Grund dafür sieht Dr. Reinar Grün, Sprecher der Industriellen Plasma-Oberflächentechnik im VDMA, der zusammen mit dem Verband der Lackindustrie (VDL) und der Radtech auf der Messe die Entwicklung der Oberflächentechnik erörterte, im Boomjahr 2005. Damals stieg der Auftragseingang für Dienstleistungen und Anlagen der Plasma-Oberflächentechnik um 54%, im vergangenen Jahr nochmals um 14%. Als europäische Vereinigung fördert die Radtech die UV- und Elektronenstrahlhärtung von Lacken, Farben und Klebern.

Alle Anwendungsbranchen der Oberflächentechnik waren an der positiven Branchenentwicklung jedoch nicht gleichermaßen beteiligt. So beobachtet Eberhardt, dass „die Automobilindustrie noch immer vergleichsweise zurückhaltend agiert“. Anders sieht es bei allgemeinen Industrie-Anwendungen wie dem Maschinenbau aus. Dort sei die Nachfrage enorm gestiegen.

Diesen Unterschied registriert auch VDL-Geschäftsführer Michael Bross beim Auftragseingang in der Lackindustrie. Die Elektroindustrie, der Maschinenbau und die Herstellung von Metallerzeugnissen seien die Wachstumsmotoren der Lackerzeuger. Insgesamt stieg die Produktion bei Lacken und Farben in Deutschland um 2,7% auf 2,22 Mio. t. Das war laut Bross der höchste Zuwachs seit sechs Jahren.

Hannover-Messe 2007: DMA-Gemeinschaftsstand, Halle 6 Stand D47

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