Stanzen
Neue Stanzwerkzeuge erlauben schnelleren Werkzeugwechsel
16.06.2009 | Redakteur/Autor: Stéphane Itasse
Zur Demontage des kompletten Werkzeugs zieht der Werker nach Betätigen eines Rastknopfes Stempelführung und Feder-Kopf-Einheit auseinander, dreht den Stempelkörper aus dem Gewinde und schiebt die Abstreiferplatte aus der Stempelführung. Beim Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge reicht es, die Eintauchtiefe des Stempels durch die Einschraubtiefe in der Feder-Kopf-Einheit grob festzulegen.
Längeneinstellung beim Stanzwerkzeug fast stufenlos
Nach dem Zusammenbau wird durch Verdrehen der Stempelführung gegen die Kopf-Feder-Einheit die Länge feineingestellt und mit einem Daumenklick am Rastschieber justiert. Die Längeneinstellung erfolgt dabei fast stufenlos in Schritten je nach Baugröße von 0,16 bis 0,2 mm.
Das neue Stanzwerkzeug-System ist bevorzugt für Maschinen mit Schmiereinrichtung geeignet. Verfügbar ist das System für alle Stationen der Thick-Turret-Werkzeuge.
Längeneinstellbares Stanzwerkzeug benötigt nicht mehr Platz
Die Idee zu längeneinstellbaren Stanzwerkzeugen liegt laut Mitteilung des Herstellers im Trend. Pass hat seine Stanzwerkzeuge allerdings so weit durchkonstruiert, dass bei gleichem Bauraum und trotz eines zusätzlichen Rastschiebers nicht nur die Federgröße beibehalten wurde, sondern das Pass Beta V2 nicht nur in seiner Festigkeit einem Standard-Stanzwerkzeug gleichkommt. Für die komfortablen Stanzwerkzeuge ist die gleiche Sicherheit und Zuverlässigkeit wie bei Standardwerkzeugen gegeben.
Wirtschaftlich rechnet sich der Einsatz des etwas teureren Stanzwerkzeug-Systems gegenüber Standardwerkzeugen laut Stefan Kraft spätestens dann, wenn ein Basiswerkzeug mit drei Konturwerkzeugen genutzt wird. Ganz abgesehen von den Einsparungen durch kürzere Rüstzeiten, so der Hersteller.
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