Stahlkantenfertigung
Wie auf Schienen sicher über die Skipiste
05.02.2010 | Autor: Dietmar Kuhn
Skirennläufer, aber auch Normalfahrer, setzen auf Skikanten der C. D. Wälzholz-Gruppe (CDW). Im österreichischen Götzis fertigt CDW jährlich Stahlkanten für mehr als 4 Mio. Paar Ski und Snowboards. Das entspricht einer Länge von über 40000 km. Die CDW-Stahlkantenfertigung ist damit quasi weltumspannend. Skikanten sind Hightech-Produkte aus vergütetem Bandstahl.
Die Skiherstellung hat ihren Ursprung in Norwegen. Dort wurden zum Anfang des 20. Jahrhunderts Holzskier handwerklich gefertigt. Stahl wurde damals in Form von Blechen nur zu Reparaturzwecken gebrochener Skier eingesetzt. Die ersten Skikanten zogen erst in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts in die Skitechnik ein. Damals wurden hartgewalzte Flacheisen in eine ausgefräste Nut der Skilauffläche eingeschraubt und die Skikanten waren segmentiert sowie mit Bohrungen für die Schrauben versehen. Zur besseren Verankerung wurden die einzelnen Segmente mit einer Nut- und Federstanzung versehen.
Skier mit verdeckter Kante überzeugten durch besseres Gleitverhalten
Die Entwicklung der Profilkante begann in den 50er Jahren, wo vor allem französische und österreichische Skihersteller Kanten einsetzten, bei denen die Verschraubung durch den Laufbelag abgedeckt wurde. Die Skier mit verdeckter Kante hatten ein besseres Gleitverhalten und waren bereits bei der Winterolympiade 1952 in Oslo erfolgreich im Einsatz. 1956 gewann der im letzten Jahr bereits verstorbene Toni Sailer bei den Olympischen Spielen in Cortina d´Ampezzo seine Goldmedaillen auf Stahl-Skikanten von C. D. Wälzholz.
Die Entwicklung der Skikante reichte von der Stückkante (1945/1950) über die durchgehende Kante (1950) über die einlaminierte Kante und optimierte Profil- und Stanzformen (1960) hin zur geprimerten Kante (1995) und gestrahlten und geprimerten Kante (2002).
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