Stahlkantenfertigung
Wie auf Schienen sicher über die Skipiste
05.02.2010 | Autor: Dietmar Kuhn
Durch die Weiterentwicklung der Kunststoff- und Klebetechnik konnte auf die Verschraubung der Kanten verzichtet werden. Eine angepasste Ausstanzung im flachen Kantenteil (Flansch) ermöglichte eine zusätzliche mechanische Verankerung. Später gelang es durch Änderung der Profil- und Stanzformen, filigranere Profile herzustellen, die der jeweiligen Ski- und Snowboard-Konstruktion angepasst werden konnten.
Im Trend liegen geprimerte Skikanten
Neuere Entwicklungen sind die geprimerten oder gestrahlten und geprimerten Kanten, die schon bei der Kantenproduktion einen Epoxy- oder PU-Primer-Auftrag bekommen, mit der Absicht, die Verbindung der Kante mit den Kunststoffen in der Skikonstruktion zu verbessern. Das Kantenprofil wird exakt auf die Skikonstruktion abgestimmt. Das hat zur Folge, dass C. D. Wälzholz mehr als 170 Kantenformen für Ski- und Snowboardhersteller produziert.
Kohlenstoffstähle mit hohem Reinheitsgrad erhöhen die Dauerfestigkeit der Skikanten
Wegen der hohen Verschleißgefährdung und aufgrund der Verarbeitungseigenschaften erweist sich insbesondere der Stahl als besonders leistungsfähig. Heute werden vor allem Kohlenstoffstähle mit hohem Reinheitsgrad und hoher Gleichmäßigkeit eingesetzt, wobei die Zähigkeit und Härte erhöht und damit die Dauerfestigkeit erhöht wird. Die Härte liegt dabei zwischen 45 und 52 HRC, je nach Skikonstruktion und Anspruch des Skiherstellers. Die heutigen Kohlenstoffstähle weisen C-Gehalte von 0,5 bis 1,0% auf.
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