18.02.2011 | Autor / Redakteur: Annedore Munde / Annedore Munde

Ohne Qualität und Know-how läuft beim Stanzen nichts. Eine Informationsplattform für Branchenvertreter aus Industrie und Wissenschaft ist der regelmäßig in Dortmund stattfindende Stanzkongress. Dazu kommt der Austausch auf Branchenmessen und anderen Veranstaltungen. Doch bevor all diese Fachinformationen vorhanden sind, bedarf es einer fundierten Aus- und Weiterbildung der Fachleute.
Seit dem Frühjahr 2006 leistet das Dortmunder Kompetenz- und Innovationszentrum für Stanztechnologie (Kist) in enger Kooperation mit der Schulungsgesellschaft für Stanz- und Umformtechnik mbH (GSU) einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeiterqualifikation und Produktivitätssteigerung durch betriebsnahe berufliche Weiterbildung. Das in Europa einzigartige Schulungszentrum für die Unternehmen der Stanz- und Umformtechnik hat sich zum Ziel gesetzt, mit Lehrgängen und Seminaren einen Beitrag zur Verbesserung der Qualifikationsstruktur und Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Mitarbeiter zu leisten und so dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
In den Fachbereichen Folge-Verbundtechnik, Stanz-Biegetechnik und Zieh-/Tiefziehtechnik werden die Schulungsteilnehmer an modernsten Maschinen und Peripherieanlagen anwendungsgerecht geschult. Das Lehrgangsziel heißt dabei immer: „Steigerung der Leistungsfähigkeit durch Vermittlung von Prozesswissen, Prozessverständnis und Beherrschung der gesamten Prozesskette“.
Im vergangenen Jahr konnte mit Vincenzo Caruso der tausendste Schulungsteilnehmer begrüßt werden. Caruso ist Mitarbeiter der Albrecht Jung GmbH & Co. KG aus dem sauerländischen Schalksmühle. Bei der Schulung nutzte das Unternehmen zum wiederholten Male die Gelegenheit, Mitarbeiter zur „Stanz- und Umform-Fachkraft (IHK)“ weiterbilden zu lassen, und es plant bereits weitere Qualifizierungen. Caruso absolvierte drei Ausbildungsblöcke mit insgesamt 340 Stunden.
In den Lehrgängen werden im Theoriebereich durchschnittlich 16 Teilnehmer unterrichtet, im Praxisteil 8. Eine staatliche Förderung im Rahmen des sogenannten „Wegebau-Programms“ der Bundesarbeits-agentur (Weiterbildung gering qualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) flankiert die Maßnahme. Die Angebote sind insbesondere auf Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern ausgerichtet.

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